"Herz der Integration": 928 Wohnheimtutoren helfen ausländischen Studierenden
Studierende für Studierende: Mit 928 so genannten Wohnheimtutorinnen und -tutoren sorgen die Studentenwerke für eine bessere Integration der mehr als 65.000 ausländischen Studierenden in den Wohnheimen der Studentenwerke.
28.05.2010 Pressemeldung Deutsches StudierendenwerkInsgesamt haben die Studentenwerke rund 181.000 Wohnheimplätze. In Bad Bevensen beginnt heute, veranstaltet vom Deutschen Studentenwerk (DSW), das Bundestreffen dieser Tutorinnen und Tutoren, die selbst alle studieren und im Studentenwerks-Wohnheim leben.
DSW-Generalsekretär würdigte zu Beginn des Treffens die Wohnheimtutoren als "Herz der Integration" in den Studentenwerken. Er sagte: "Das Wohnheimtutorenprogramm der Studentenwerke ist ein Erfolgsmodell und ein Musterbeispiel für aktive, gelebte Integration."
624 der Tutorinnen und Tutoren sind deutsche, 304 ausländische Studierende. Nach DSW-Angaben betreuen sie im Schnitt 200 ausländische Studierende. Sie bieten Orientierung, schlichten Konflikte, organisieren Partys und Ausflüge oder unterstützen ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen bei Behördengängen. Im Schnitt üben die Wohnheimtutoren ihre Tätigkeit drei bis vier Semester lang aus.
Für das Treffen in Bad Bevensen haben die Wohnheimtutoren viele Themen genannt. Es sei zum Beispiel schwieriger geworden, Bachelor- und Master-Studierende für die Tätigkeit zu gewinnen. Auch die Regeln des Zusammenlebens im Wohnheim und insbesondere in den Wohnheim-WGs beschäftigen die Tutoren stark: Was ist die richtige Balance zwischen Feiern und Lernen, wie geht man mit unterschiedlichen Auffassungen darüber um, was Sauberkeit sei?
An Deutschlands Hochschulen sind derzeit rund 234.000 ausländische Studierende eingeschrieben. Zwei Drittel kommen aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Hälfte der Studierenden aus Entwicklungsländern lebt im Wohnheim.
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) als Bundesverband der 58 Studentenwerke begleitet und unterstützt die Internationalisierung der Studentenwerke sowie auch der Wohnheimtutoren selbst mit interkulturellen Trainings und Seminaren. Verantwortlich dafür innerhalb des Verbands ist die Servicestelle Interkulturelle Kompetenz, die seit 2002 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.
Die Servicestelle Interkulturelle Kompetenz des Deutschen Studentenwerks im Netz
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