Nordrhein-Westfalen

Hochschulpakt: Bund und Länder wollen Ausweitung des Finanzvolumens

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Län­dern hat der Ausweitung des Finanzvolumens für den Hochschulpakt zugestimmt. "Der Knoten ist endlich durchschlagen. Bund und Länder haben sich klar dazu bekannt, dass mehr Studienanfängerinnen und –anfänger auch mehr Geld für die Hochschulen bedeuten muss und des­halb der bisherige Finanzdeckel angehoben werden muss. Darauf habe ich seit langem gedrängt, deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem Ergeb­nis", sagte Wissenschaftsministerin Schulze nach der Sitzung der GWK in Berlin. Die abschließende Entscheidung soll durch die Ministerpräsi­dentinnen und –präsidenten im Sommer erfolgen. Für die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen bedeutet dies rund zwei Milliarden Euro zusätz­lich für die Gesamtlaufzeit des Hochschulpakts, die je zur Hälfte von Bund und Land finanziert werden.

12.04.2013 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Frau Professor Ursula Gather, äußert sich erfreut über die Entscheidung der GWK: "Da die Ressourcen für die bereits aufgenommenen Studierenden nun realis­tisch in Aussicht gestellt wurden, ist den Universitäten diese Sorge ge­nommen. Die Interessen unserer Hochschulen wurden von der Wissen­schaftsministerin beharrlich und hartnäckig gegenüber dem Bund ver­treten, sodass wir uns nun gemeinsam über diesen Erfolg freuen. Die aktuellen Zahlen zeigen aber auch, dass die Studierwilligkeit anhaltend hoch bleiben wird. Deshalb besteht weiterhin Handlungsbedarf. Der heutige Beschluss lässt hoffen, dass die Politik den Hochschulen auch in Zukunft die dringend benötigten Mittel für die erforderlichen Studien­plätze, insbesondere für den Aufbau von Masterstudienplätzen, zur Verfügung stellen wird."

Auch der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Fachhoch­schulen NRW, Herr Professor Martin Sternberg, ist erleichtert. "Die Fachhochschulen des Landes freuen sich über den erfolgreichen Ein­satz von Frau Schulze und die daraus resultierenden dringend benötig­ten Gelder. Aufgrund der über den älteren Prognosen liegenden Stu­dienanfängerzahlen mussten wir diese Gelder ja schon verplanen und z.T. verausgaben" sagt Sternberg.

Der 2009 vereinbarte Hochschulpakt berücksichtigte zwar die tatsäch­lichen höheren Studienanfängerzahlen der Vorjahre, er war aber zu­gleich bei der Gesamtfinanzierung gedeckelt. Dieser Deckel wird nun angehoben, da deutlich mehr junge Menschen ein Studium aufnehmen, als zunächst bei der Unterzeichnung des Hochschulpakts erwartet. Der Hochschulpakt läuft bis 2015 mit einer dreijährigen Ausfinanzierungs­phase bis 2018.


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