In Thüringen wird studieren zukünftig teurer

In Thüringen wird in diesen Tagen die Novellierung der Hochschulgesetzgebung diskutiert. "Nach dem Willen der CDU- Landesregierung wird es ab Januar 2007 ein Hochschulgebühren- und -entgeltgesetz (ThürHGEG) geben. Wenn der Landtag Ende dieses Jahres dieses Gesetz beschließen sollte, kommen auf Thüringer Studierende neue Kosten hinzu", erklärte Jürgen Röhreich, der GEW-Landesvorsitzende.

23.10.2006 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen

"Wir lehnen das Vorhaben der Landesregierung ebenso die anderen Teile der Hochschulgesetznovellierung ab", so Röhreich weiter. Zukünftig soll auch in Thüringen ein "Verwaltungskostenbeitrag" von 50 Euro pro Semester erhoben werden. Der Studierende soll damit Leistungen wie Immatrikulation, Beurlaubung, Rückmeldung, Exmatrikulation, Studienberatung, Vermittlung von Praktika u.a.m. mit finanzieren.

Allerdings sollen nach dem Willen der Landesregierung 50 % des so erhobenen Betrages in den Landeshaushalt fließen und nicht an den Hochschulen verbleiben. Zukünftig soll es den Hochschulen erlaubt sein, auch Gebühren u.a. für Promotions- und Habilitationsverfahren, Spracheingangsprüfungen, Eignungsprüfungen für künstlerische, künstlerisch- wissenschaftliche, gestalterische sowie Sport-Studiengänge zu nehmen. Langzeitstudiengebühren wird es weiterhin geben. Damit werden die Studierenden noch weiter zur Kasse gebeten. Dazu kommen dann weitere Belastungen wie z.B. die Verkürzung der Kindergeldbezugsdauer von 27 auf 25 Jahre, die vor allem Studierende und ihre Eltern betrifft. Außerdem kommen auf Studierende GEZ-Gebühren für internetfähige PCs hinzu, falls sie noch kein Radio und Fernseher angemeldet haben.

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GEW Thüringen

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