Insgesamt 780.000 Euro für die Virtuelle Hochschule Bayern

Insgesamt 780.000 Euro, davon rund 460.000 Euro Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie 320.000 Euro aus Mitteln des Wissenschaftsministeriums, gehen an die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb), einer Einrichtung der Bayerischen Hochschulen. Dies gab Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Donnerstag in München anlässlich der Bewilligung der Fördermittel bekannt. Mit den Fördermitteln sollen netzgestützte Angebote der Bayerischen Hochschulen, die zum Teil bereits im Förderzeitraum 2000-2006 mit EU-Fördermitteln geschaffen wurden, einerseits weiterentwickelt und andererseits für kleine und mittlere Unternehmen nutzbar gemacht werden. Das Projekt "Wissenstransfer Hochschule und Beruf" wird von der vhb koordiniert und fachlich betreut. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die EU-Förderung ergänzend aus Landesmitteln.

09.10.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die nun bewilligte erste Tranche der Förderung bündelt Maßnahmen der Universitäten Bamberg, Passau und Regensburg, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie der vhb. Die Projektinhalte sollen im Zeitraum 2008-2010 umgesetzt werden. Für den gesamten Förderzeitraum sind bis 2013 insgesamt 1,5 Millionen Euro an EU-Mitteln und 1,05 Millionen Euro an Landesmitteln für das Vorhaben eingeplant.

Das dieser Förderung zugrundeliegende ESF-Programm "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung Bayern" zielt vor allem auf eine Qualifizierung von Beschäftigten und eine Stärkung der Wirtschaft vorwiegend von kleinen und mittleren Unternehmen. Mit insgesamt fünf Mio. Euro aus den europäischen Fördermitteln unterstützt das Wissenschaftsministerium in der Förderperiode 2007-2013 den Wissenstransfer von Hochschulen zu regionalen Unternehmen im Wege von Netzwerktätigkeiten. Dadurch soll Hochschulwissen zu einer Belebung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in der Region beitragen und das Qualifikationsniveau anheben.

Die vhb ergänzt mit hochwertigen tutoriell betreuten Lehrveranstaltungs-Modulen Lehrangebot der Präsenzhochschulen. Dadurch können die Hochschulen ihre Standard-Grundveranstaltungen gerade in Zeiten steigender Studierendenzahlen entlasten und ergänzen, aber auch Spezial-Veranstaltungen anbieten, für die sonst eigenes Lehrpersonal vorgehalten werden müsste. Der Auftrag der vhb lautet dagegen nicht – wie z. B. bei der Fernuniversität Hagen –, ganze Studiengänge virtuell zu vermitteln und damit in Konkurrenz zu den Präsenzhochschulen zu treten.


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