Keine abschreckende Wirkung von Studiengebühren

Die Entwicklung der Studierendenzahlen in Baden-Württemberg und den anderen Ländern belegt nach Auffassung von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg "keineswegs eine abschreckende Wirkung der geplanten Einführung von Studiengebühren".

08.12.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies zeige schon eine erste Analyse der Entwicklungstrends in den vom Statistischen Bundesamt am Vortag vorgelegten Zahlen, erklärte Frankenberg am 7. Dezember in Stuttgart.

So ging zwar in Baden-Württemberg die Zahl der Studienanfänger an den Hochschulen zum Wintersemester 2005/6 um 3,1 Prozent zurück (Bundesgebiet insgesamt minus 1,8 Prozent). Doch dabei sind die steigenden Studienanfängerzahlen an den Berufsakademien des Landes nicht berücksichtigt. Von Abschreckung könne auch schon deswegen nicht die Rede sein, weil in anderen Ländern, die ebenso wie Baden-Württemberg die Einführung von Studiengebühren planen, mehr Studienanfänger an die Hochschulen kamen als ein Jahr davor, nämlich in Bayern plus 2,8 Prozent und in Nordrhein-Westfalen plus 0.9 Prozent. Auf der anderen Seite ging die Zahl der Studienanfänger in Rheinland-Pfalz, wo keine Studiengebühren geplant sind, um 4,9 Prozent zurück.

"Die Hochschulen in allen Ländern brauchen künftig Studiengebühren, um mit diesen Geldern die Qualität der Ausbildung zu verbessern", betonte der Minister. "Dabei sind unsere Hochschulen noch mit am besten ausgestattet und schneiden in allen Rankings hervorragend ab. Wer jetzt mit tendenziösen Zahlen unqualifizierte Zweckpropaganda gegen Studiengebühren betreibt, will die junge Generation verunsichern und schadet den Studierwilligen und den Hochschulen."


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