Land bewilligt rd. 1,2 Mio. Euro für zwei Spitzenberufungen - Bisher ca. 28 Mio. Euro für über 40 Professuren eingesetzt

Das Wissenschaftsministerium hat rd. 1,2 Mio. Euro aus dem Struktur- und Innovationsfonds für Forschung (SI-BW) für die Berufung von zwei Spitzenprofessoren bewilligt. Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph, Professor für Molekulare Medizin an der Universität Ulm und Prof. Dr. József Fortágh, Professor für Quantenoptik/Ultrakalte Atome an der Universität Tübingen können die Mittel unter anderem für die Beschaffung von Großgeräten einsetzen.

14.08.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Mit dem ´Struktur- und Innovationsfonds für die Forschung´ verbessern wir die Position Baden-Württembergs im weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe und schaffen die Basis für nationale und internationale Spitzenberufungen", erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg. Mit dem Förderprogramm soll Spitzenwissenschaftlern im Rahmen von Berufungsverfahren an den Universitäten und Fachhochschulen eine technische Infrastruktur auf dem neuesten technischen Stand angeboten und bei Schlüsselpositionen Abwanderung verhindert werden können.

Das Programm wurde im Juni 2005 mit einem Volumen von insgesamt 36 Mio. Euro vom Ministerrat beschlossen. Bislang wurden Mittel in Höhe von ca. 28 Mio. Euro für über 40 Professuren eingesetzt. Gefördert werden vor allem die Anschaffung von Geräten und Apparaturen sowie Aufwendungen für kleinere Baumaßnahmen.

Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph beschäftigt sich insbesondere mit der Alterung von adulten Stammzellen. Mit Hilfe der bewilligten Geräte baut er in Kooperation mit der Max Planck Gesellschaft (MPG) ein neues Institut sowie eine MPG-Forschergruppe für Molekulare Medizin mit den Schwerpunkten Alternsforschung, Stammzellen, Regeneration und Karzinogenese auf. Ziel ist es, mit neuen Therapien auf molekularer Basis die Lücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung zu schließen. Mit der Zuweisung der Landesmittel in Höhe von über 0,4 Mio. Euro werden an der Universität Ulm insgesamt Investitionen in Höhe von über 0,8 Mio. Euro ausgelöst, da die andere Hälfte vom Bund im Rahmen der gemeinsamen Forschungsförderung nach Art. 91b GG übernommen wird.

Prof. Dr. József Fortágh erforscht die Anwendung ultrakalter Atome an nanostrukturierten Oberflächen sowie von Makromolekülen und endohedralen Fullerenen für Experimente im Übergangsbereich zwischen klassischer und Quantenphysik. Das Forschungsprogramm soll dazu beitragen, den Schwerpunkt komplexer Quantenphänomene an der Universität Tübingen zu stärken und die Basis für ein neu zu gründendes Forschungszentrum für "Kollektive Quantenphänomene und deren Anwendung" bilden. Mit über 0,4 Mio. Euro aus SI-BW werden innovative, nanoskalige Messinstrumente entwickelt, die eine Genauigkeit bis zum Quantenlimit erwarten lassen.

"Die Gelder sind gut investiert, denn die beiden Professoren arbeiten auf hoch innovativen und forschungsintensiven Gebieten. Sowohl die medizinische Grundlagenforschung wie auch die anwendungsorientierten Nanowissenschaften werden künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Mit einer Förderung aus SI-BW können die Universitäten ihre Ausgangslage für die 2. Runde der Exzellenzinitiative deutlich verbessern", so Minister Frankenberg.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden