Landesregierung beschließt Eckwerte der Hochschulentwicklung 2011 - 2015
Die Landesregierung hat heute die Eckwerte der Hochschulentwicklung für die kommenden fünf Jahre beschlossen, die in Abstimmung mit den Hochschulen entwickelt wurden. Die Eckwerte legen die Grundlinien der Landeshochschulplanung fest, auf deren Basis die Zielvereinbarungen verhandelt und abgeschlossen werden.
04.05.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernKultusminister Henry Tesch: "Diese neue Planungsperiode haben wir gemeinsam zum Anlass genommen, um uns neuen Aufgaben zu stellen und die weiteren Ziele zu definieren, die es ermöglichen, den Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern weiter wettbewerbsfähig und attraktiv gestalten zu können."
Die wichtigsten Aspekte für die künftige Entwicklung sind:
- Das Land wird die Qualität in Studium und Lehre im Rahmen des Bolognaprozesses weiter steigern, um dadurch für Studierende aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland möglichst attraktiv zu sein. Die qualitativ hochwertigen Studienangebote des gestuften Studiensystems werden zugleich intensiv beworben. Außerdem soll der Weiterbildungssektor ausgebaut werden.
- Die Forschung wird auf der Basis des erreichten Niveaus weiter profiliert. Darüber hinaus gilt es, die Chancen der Internationalisierung zu nutzen sowie die Teilhabe von Frauen auf allen Qualifikationsebenen der Wissenschaft zu verbessern.
- Die Hochschulen werden ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ausbauen durch Wissenstransfer, Patente und technologieorientierte Unternehmensgründungen aus Hochschulen.
Diese grundlegenden Zielstellungen sind Orientierung für die fachlichen Entwicklungsschwerpunkte der einzelnen Hochschulen.
Dabei sollen über die disziplinären Strukturen hinaus Querstrukturen wie die Interdisziplinäre Fakultät der Universität Rostock besonders gefördert werden.
Vorgesehen ist auch die Einrichtung eines übergreifenden Landesschwerpunkts Gesundheitswissenschaften.
Besonderer Fokus liegt außerdem darauf, die Lehrerbildung entsprechend weiter zu qualifizieren, zu profilieren und entsprechend des Bedarfs zu planen, was konkret in den Zielvereinbarungen festzuhalten ist.
Das Land hält die Investitionen auch weiterhin auf hohem Niveau. Einschließlich der Mittel aus den Konjunkturprogrammen werden in den Jahren 2011 ‑ 2015 annähernd 500 Mio. € für Bau- und Ersteinrichtungsmaßnahmen sowie Großgeräte eingesetzt. Damit werden die Räumlichkeiten der Hochschulen modernisiert und weiter ausgebaut. Im Jahr 2015 werden dann rund 20.000 voll ausgebaute Studienplätze zur Verfügung stehen.
Auch die Betriebsmittel werden durch den Hochschulkorridor stabilisiert. Nach den beträchtlichen Erhöhungen von 2009 - 2011 in Höhe von fast 30 Mio. € sind auch in den Jahren danach weitere Steigerungen zur Finanzierung der im Haushaltsplan ausgewiesenen Stellen vorgesehen.
Auf der Basis der Eckwerte werden nun die Zielvereinbarungen mit den Hochschulen des Landes verhandelt und bis zum Jahresende 2010 abgeschlossen. Minister Tesch: "Auch bei Zielvereinbarungen geht es uns um einvernehmliche Lösungen. Gemeinsames Ziel ist eine weitere Profilierung aller Hochschulen im Land, um den gestiegenen Anforderungen an exzellente Lehre sowie leistungsfähige Forschung im nationalen und internationalen Wettbewerb gerecht zu werden."
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