Thüringen

Landtag beschließt Novellierung des Hochschulgesetzes

Thüringen verbessert die Karrierechancen des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der dafür von Wissenschaftsminister Christoph Matschie vorgelegte Vorschlag zur Novellierung des Thüringer Hochschulgesetzes wurde heute vom Thüringer Landtag beschlossen. Matschie unterstreicht: "Wir wollen jungen Nachwuchswissenschaftlern noch attraktivere und verlässliche Karrierewege eröffnen. Mit diesem Schritt verbessern wir die Anziehungskraft des Freistaates als Wissenschafts- und Studienstandort."

10.04.2014 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Das Gesetz ermögliche es den Hochschulen, neue attraktive Karrierekonzepte neben dem traditionellen Berufungsverfahren zum Professor zu etablieren. Mit dem neuen Verfahren können Nachwuchswissenschaftler als Juniorprofessoren deutlich früher als mit der bisherigen Erstberufung eine Perspektive zur unbefristeten Beschäftigung als Hochschullehrer erhalten. Voraussetzung ist die Bestätigung der wissenschaftlichen Leistungen durch eine Evaluation, die ein erneutes Berufungsverfahren ersetzt. "Damit bringen wir Nachwuchswissenschaftler früher in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse. Das schafft gute und planbare Perspektiven für die wissenschaftliche Arbeit, aber auch für die Familien", so Matschie. Mit dem Gesetzentwurf greife Thüringen als eines der ersten Bundesländer die Forderungen aus der Wissenschaft auf, den Anteil der Professoren an den wissenschaftlichen Mitarbeitern an den Universitäten deutlich zu erhöhen.

"Mit dem novellierten Hochschulgesetz setzen wir jedoch nicht erst beim Professor an. Jede wissenschaftliche Laufbahn beginnt mit dem Studium. Hier verbreitern wir den Zugang", unterstreicht Matschie. Für Menschen mit einer Berufsausbildung und mit Berufserfahrung soll der Zugang zur Hochschule durch ein Probestudium ermöglicht werden, das nach erfolgreichem Abschluss die Berechtigung zum regulären Studium gibt. Nach Aussage des Ministers erhalten zudem Menschen mit einer hohen Berufsqualifikation die Chance, weiterbildende Masterstudiengänge auch ohne vorherigen Bachelorabschluss zu absolvieren. Voraussetzung sei eine mehrjährige Berufserfahrung mit fachlichem Bezug zum Studiengang und eine bestandene Eignungsprüfung. "Damit schaffen wir für hochqualifizierte Facharbeiter neue und attraktive Möglichkeiten zur beruflichen Weiterqualifikation, ohne die klassische Berufsausbildung in Frage zu stellen. Das nützt dem Einzelnen wie der Gesellschaft insgesamt.", so Matschie. Denn Thüringen benötige dringend gut ausgebildete Fachkräfte.

"Mit unserem Gesetz ermöglichen wir attraktive Wege für die akademische Karriere und neue Perspektiven für beruflich Qualifizierte. Das sind wichtige Voraussetzungen im Wettstreit um die klügsten Köpfe für Thüringen", unterstreicht der Minister.


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