Minister Frankenberg gibt die hochschulpolitische Koordination der unions-regierten Länder ab

"Mit dem ersten Auswahlergebnis der Exzellenzinitiative, durch die die Prinzipien Qualität und Leistungswettbewerb in der Hochschulpolitik bundesweit zur Geltung gebracht wurden, ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, mein Amt als Koordinator der unions-regierten Länder für den Hochschul- und Wissenschaftsbereich zur Verfügung zu stellen." Dies erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 20. Oktober in Stuttgart. "Ich möchte mich jetzt ganz auf die umfangreichen Aufgaben im Land konzentrieren können."

20.10.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Frankenberg nannte dabei vor allem das Projekt "Hochschule 2012", das den Ausbau der Hochschulen und Berufsakademien im Land um 16.000 Studienanfängerplätze bis 2012 vorsieht. "Baden-Württemberg hat diese Herausforderung voll angenommen. Nun müssen wir gemeinsam mit dem Bund den Hochschulpakt 2020 folgen lassen, um diese für die junge Generation überragend wichtige Aufgabe bundesweit zu lösen. Ich bin nach wie vor optimistisch, dass dies gelingen kann."

Der Blick auf die fast vier Jahre als hochschulpolitischer Koordinator der unions-regierten Länder erfülle ihn mit Stolz: "Wir haben mit Beharrlichkeit und gegen viele Widerstände mit dem Trugbild aufgeräumt, dass alle Hochschulen gleich gut sind und es in der Wissenschaftspolitik mehr um quantitative Förderung als um Qualitätsentwicklung geht. Heute haben wir ein wettbewerbliches, föderales Wissenschaftssystem." Zu den größten Erfolgen seiner Sprecherrolle zählt der Minister neben dem wissenschaftsgeleiteten Verfahren zur Exzellenzinitiative auch den Sieg vor dem Bundesverfassungsgericht zur Einführung von Studiengebühren, die den Hochschulen zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen werden. Die Einführung der Juniorprofessur zeige darüber hinaus, "dass auch unter schwierigen Vorzeichen durch harte Verhandlungen mit der damaligen Bundesregierung gute Lösungen möglich waren". Von der Reform der ZVS, die ebenfalls unter Frankenbergs Vorsitz vorangebracht wurde, profitierten die Hochschulen bereits in erheblichem Maße; sie könnten sich nun selbst ihre Studierenden aussuchen und so ihr Profil schärfen.

Frankenberg: "Bei den nun anstehenden Entscheidungen zum Hochschulpakt 2020 muss die Erreichung möglichst vieler Studienplätze im Vordergrund stehen und nicht der Ausgleich gewachsener struktureller Verhältnisse. Dies gebietet die Verantwortung vor der jungen Generation."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden