Minister würdigt hervorragende Ergebnisse der Hochschulen im Focus-Ranking

"Die Spitzenstellung der baden-württembergischen Hochschulen - seit vielen Jahren ein Faktum - wird durch das neue Ranking des ´Focus´ erneut bestätigt. Bundesweit haben unsere Hochschulen ein hervorragendes Renommée und verzeichnen eine starke Nachfrage nach Studienplätzen, aber auch besonders viel Drittmittelbeiträge von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Wirtschaft. Die hohe Qualität unserer Hochschulen ist uns Verpflichtung, auch weiterhin überdurchschnittlich viel in Forschung, Studium und Lehre zu investieren."

08.09.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Mit diesen Worten kommentierte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 8. September in Stuttgart das überragende Abschneiden der Hochschulen im Focus-Ranking und kündigte zugleich ein neues Struktur- und Innovationsprogramm für die Hochschulen im Umfang von 36 Millionen Euro an.

Das neue Ranking der Zeitschrift Focus stellt neben den "Top-Ten-Universitäten" die Einzelergebnisse für die Studiengänge Biologie, Chemie, Psychologie und Medizin vor. Dabei belegten die baden-württembergischen Universitäten hervorragende Plätze. "In der Breite hat kein anderes Land so viel Qualität zu bieten wie Baden-Württemberg", betonte Frankenberg. So finden sich unter den "Top Ten" (tatsächlich 11 Universitäten, weil Platz 10 doppelt belegt ist) nicht weniger als 6 Universitäten aus Baden-Württemberg. Im Focus-Ranking 2004 konnte Baden-Württemberg sieben Universitäten unter den 12 besten platzieren.

"Die Ergebnisse dieses Rankings wie auch etwa des Zeit/CHE-Rankings können sicherlich nicht direkt in die Finanzierung der Hochschulen umgesetzt werden", betonte der Minister. "Doch sie bestätigen uns, dass es richtig ist, auch weiterhin in die Qualität unserer Hochschulen zu investieren. So liegt Baden-Württemberg bei den Pro-Kopf-Ausgaben für seine Hochschulen mit 211 Euro im Jahr bundesweit an der Spitze. Die Qualität unseres Hochschulsystems kommt nicht von ungefähr - und sie lohnt sich für die Hochschulen durch Zufluss von Mitteln und guten Köpfen."

Das neue Programm "Struktur- und Innovationsfonds für die Forschung" mit einem Volumen von 36 Mio. Euro kann von den Hochschulen jetzt umgesetzt werden. Mit dem Programm will das Land die Basis dafür schaffen, dass "an den Universitäten und Fachhochschulen des Landes Top-Wissenschaftler berufen werden können", teilte Frankenberg mit. "Unser Ziel ist es, durch entsprechende Ausstattung von Professuren die Bedingungen dafür zu schaffen, dass unsere Hochschulen Berufungen auf Spitzenniveau realisieren können. Damit initiieren wir einen weiteren Qualitätsschub für Forschung und Lehre."

Im zunehmenden internationalen Wettbewerb um herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssten die Hochschulen eine sehr gute Forschungsinfrastruktur bieten, so der Minister. Dazu gehörten qualitativ hochwerti-ge Geräte und angemessene Räumlichkeiten, aber auch entsprechende exzellente Forschergruppen. "Mit dem 'Struktur- und Innovationsfonds für die Forschung' werden wir Spitzenberufungen an Universitäten und Fachhochschulen fördern, aber in besonderen Fällen auch Abwerbungen verhindern", betonte Frankenberg.

Die Arbeitsprogramme der zu berufenden Wissenschaftler sollen zu einer neuen Ausrichtung in Forschung und Lehre oder zu einem neuen fachlichen Schwerpunkt innerhalb eines bestehenden Forschungsgebietes führen sowie zu einer zusätzlichen Profilierung der betreffenden Hochschule beitragen. Vorrangig gefördert werden Professuren in zukunftsorientierten Forschungsfeldern und Schlüsseltechnologien wie z. B. Mikro- und Nanotechnologie, Bio- und Gentechnologie, Materialwissenschaften, Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK), Verfahrens - und Produktionstechnik sowie Energieforschung.


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