Hochschulpersonal

München hat die meisten Professoren, Köln die meisten Lehrbeauftragten

Die Ludwig-Maximilians-Universität München ist mit 601 Stelleninhabern die Universität mit den meisten Professoren in Deutschland. Spitzenreiter bei den Lehrbeauftragten ist dagegen die Universität zu Köln mit 4.000 Lehrbeauftragten. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) zur Struktur des wissenschaftlichen Personals an Universitäten hervor, an der 78 von 104 befragten Hochschulen teilnahmen und über die die Zeitschrift "Forschung & Lehre" in ihrer Oktoberausgabe exklusiv berichtet.

29.09.2010 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)

Vor allem bei der im Jahre 2002 eingeführten Juniorprofessur ergebe sich ein differenziertes Bild. Während der Juniorprofessoren-Anteil an der RWTH Aachen bei zehn Prozent liege, betrage er an der TU Dresden gerade mal ein Prozent. Bayerische Universitäten gingen sehr behutsam mit der Berufung von Juniorprofessoren um. Die FU Berlin, die Universitäten Göttingen, Hamburg und Kaiserslautern seien dagegen von dieser Personalkategorie offensichtlich überzeugt. "Die Erhebung zeigt gleichwohl erneut, wie weit das vor acht Jahren ausgerufene Ziel, in Deutschland 6.000 Juniorprofessoren zu installieren, verfehlt wurde", heißt es in der Auswertung. Eine weitere, von der Politik favorisierte Idee finde in der Praxis bislang kaum Anklang: Allein an den Universitäten Siegen, Paderborn, Bamberg und Duisburg-Essen werde mit der Lehrprofessur Ernst gemacht.

Bei der Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter lägen die technischen Universitäten mit ihrer hohen Zahl an Drittmittelbeschäftigten vorn. Das zahlenmäßig beste Verhältnis zwischen Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern weise jedoch die Medizinische Hochschule Hannover mit einer Relation von 1 zu 15 auf.

Das Verhältnis von Professuren und Lehraufträgen, so ein weiteres Resultat der DHV-Umfrage, liege vielerorts bei 1 zu 1 oder 1 zu 2. Die Lehrauftragsvergütung beginne an der Universität Halle-Wittenberg bei sechs Euro pro Stunde. Der Spitzenwert von 150 Euro die Stunde werde im Einzelfall an der Universität Göttingen gezahlt. Der Hauptkorridor der Vergütung bewege sich allerdings zwischen 20 und 50 Euro pro Stunde.


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