Berlin

Nevermann fordert nach Verschiebung des neuen Hochschulzulassungsverfahrens, Konsequenzen zu prüfen

Zur Verschiebung der Einführung des Dialogorientierten Serviceverfahrens an den deutschen Hochschulen um ein Jahr erklärt Berlins Wissenschaftsstaatssekretär Knut Nevermann:

13.04.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

"Länder und Hochschulen begrüßen nach wie vor die Entwicklung und Einführung des Dialogorientierten Serviceverfahrens, da damit eine Beschleunigung und Entlastung im Zulassungsverfahren zu erwarten ist. Aus Verantwortung gegenüber den Bewerberinnen und Bewerbern sowie gegenüber den Hochschulen hat sich der Stiftungsrat der Stiftung für Hochschulzulassung entschlossen, die Arbeiten und insbesondere die Tests sowie die Anbindung der Hochschulen am Dialogorientierten Serviceverfahren weiter zu führen, aber den Start zu verschieben. Qualität, Verfahrensstabilität und -sicherheit haben Vorrang. Es gilt der Grundsatz der Verfahrens- und Rechtssicherheit für die Bewerberinnen und Bewerber sowie die Hochschulen.

Es ist in der Tat hochnotpeinlich, dass dieses zugegebenermaßen ambitionierte Projekt trotz eines Aufwandes von 15 Millionen Euro nicht frist- und fachgerecht betriebsklar gemacht werden konnte. Das muss Konsequenzen haben. Dabei muss auch die Rolle der HIS kritisch beleuchtet werden, die ja nicht irgendeine Software-Firma ist, sondern eine von Bund und Ländern gemeinsam getragene Gesellschaft mit einem besonderen Dienstleistungsauftrag gegenüber Hochschulen und Politik.

Ein Gespräch mit den Leitungen der Berliner Hochschulen heute vormittag ergab: Für das Wintersemester 2011/12 werden die Berliner Hochschulen auf ihre erprobten Zulassungsverfahren setzen und sich zudem an der Studienplatzbörse beteiligen, so dass keine Plätze frei bleiben werden."


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