Orientierungsarbeiten in der Jahrgangsstufe 2 erfolgreich abgeschlossen
Am 18. Mai 2004 hatten über 24.000 Schülerinnen und Schüler an 426 Schulen mit insgesamt 1.136 Klassen der Jahrgangsstufe 2 den Test im Fach Deutsch absolviert. Den Schulen sind die Ergebnisse der Klassen bereits vor den Sommerferien zurückgemeldet worden.
13.08.2004 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDeutsch (18. Mai 2004)
Schulen
Klassen
Schüler/innen
Grundschulen
375
1.032
22.911
Grundstufen an Gesamtschulen
5
13
277
Sonderschulen
22
51
574
Privatschulen
24
40
957
Summe
426
1.136
24.719
Am 16. Juni 2004 haben dann die Schülerinnen und Schüler an 421 Schulen mit insgesamt 1.121 Klassen den Mathematik-Test geschrieben. Ab Freitag, dem 13. August können sich die Schulen die Ergebnisse ihrer Schulen und Klassen in den Außenstellen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport abholen.
Mathematik (16. Juni 2004)
Schulen
Klassen
Schüler/innen
Grundschulen
372
1.022
22.587
Grundstufen an Gesamtschulen
5
13
293
Sonderschulen
22
50
557
Privatschulen
22
36
848
Summe
421
1.121
24.285
Bildungssenator Klaus Böger:
"Ich möchte mich vor allen Dingen bei den Lehrerinnen und Lehrern bedanken, die dafür gesorgt haben, dass die Arbeiten schnell, konsequent und gut durchgeführt wurden. Das zeigt, dass es eine wachsende Aufgeschlossenheit und Akzeptanz in bezug auf Vergleichsarbeiten gibt."
Die Auswertung der Klassenarbeiten erfolgte durch die Klassenlehrer nach einheitlich vorgegebnen Auswertungsmaßstäben. Die Eltern erhalten eine individuelle Rückmeldung zu den Ergebnissen ihres Kindes. Durch die Ermittlung der Landesdurchschnittswerte können sich Klassen nicht nur innerhalb ihrer Schule, sondern darüber hinaus auch mit den Ergebnissen für Berlin vergleichen.
a) Leseverständnistest
Von insgesamt 12 möglichen Punkten im Leseverstehenstest "Die Stadtschnecke" haben die Schüler im Mittelwert 7,5 Punkte erreicht. Die Gesamtergebnisse zeigen, dass der Test insgesamt gut lösbar war und damit eher als leicht einzustufen ist. Allerdings muss zwischen den Ergebnisse deutscher Schüler und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache differenziert werden: Während die deutschen Kinder im Mittel 8,3 Lesepunkte schafften, zeigten die Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache mit 5,7 Lesepunkten ein deutlich schwächeres Abschneiden (mehr als 1/2 Standardabweichung vom Gesamtmittelwert).
Die unterschiedlichen Leistungen werden auch deutlich, wenn die Verteilung der Schülerergebnisse im Leseverständnistest "Die Stadtschnecke" auf drei Leistungsgruppen betrachtet wird.
Verteilung der Schüler/innen nach Leistungsgruppen / Leser in %
insgesamt
deutsch
ndH
schwache Leser
34,3
23,2
60,0
durchschnittliche Leser
33,7
36,4
27,5
starke Leser
32,0
40,5
12,5
Während 23, 2 Prozent der deutschen Schüler zur Gruppe der schwachen Leser gehören, sind es bei Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache 60 Prozent. Und während 40,5 Prozent der deutschen Schüler zur Gruppe der starken Leser gehören, sind es bei Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache lediglich 12,5 Prozent.
b) Lesegeschwindigkeitstest
Von 100 möglichen richtig erkannten Wörtern haben die Schüler im Mittelwert 55,7 Wörter richtig erkannt; die deutschen Kinder haben mit 59,8 Wörtern deutlich bessere Ergebnisse als die Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache (46,4). Die unterschiedlichen Leistungen werden erneut plastisch, wenn die Verteilung der Schülerergebnisse im Lesegeschwindigkeitstest auf drei Leistungsgruppen betrachtet wird.
Verteilung der Schüler/innen nach Leistungsgruppen / Leser in %
insgesamt
deutsch
ndH
langsame Leser
34,6
27,0
51,9
durchschnittliche Leser
32,7
33,9
29,9
schnelle Leser
32,8
39,1
18,2
c) Mathematikverständnis
Von insgesamt 19 möglichen Punkten im Mathematiktest haben die Schüler im Mittelwert 11,5 Punkte erreicht. Der Mittelwert von 11,5 Testpunkten (Standardabweichung 4,2) zeigt, dass der Mathematik-Test im Mittel für alle Schüler gut lösbar war, denn er liegt in der oberen Hälfte des Lösungsspektrums von 0 bis 19. Auch im Fach Mathematik muss zwischen den Ergebnisse deutscher Schüler und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache differenziert werden: Während die deutschen Kinder im Mittel 12,4 Punkte schafften, zeigten die Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache mit 9,7 Punkten ein deutlich schwächeres Abschneiden (mehr als 2/3 Standardabweichung vom Gesamtmittelwert).
Die Verteilung der Schülerergebnisse auf drei Leistungsgruppen zeigt das bekannte Bild:
Verteilung der Schüler/innen nach Leistungsgruppen / Leser in %
insgesamt
deutsch
ndH
schwache Rechner
30,6
22,7
48,5
durchschnittliche Rechner
33,0
34,0
30,5
starke Rechner
36,4
43,3
21,0
Klaus Böger: "Die genaue Analyse der Ergebnisse in jeder einzelnen Schule und in jeder einzelnen Klasse kann systematische Stärken und Schwächen der Schüler insgesamt herausfinden; auch werden Stärke-Schwäche-Muster für jeden einzelnen Schüler möglich.
Zur Unterstützung haben die Schulen fachliche Hinweise zu den einzelnen Aufgaben und zur Weiterarbeit in den Fächern erhalten; diese Erläuterungen zu den Aufgaben sollen die Schulen zu einer vertiefenden Auswertung anregen und ihnen helfen, die notwendigen Fördermaßnahmen zu ergreifen. Zum Ergebnis ist auch festzustellen:
Berlin liegt mit Brandenburg und Bayern gleichauf, obwohl Berlin einen wesentlich höheren Anteil an Kindern mit nichtdeutscher Herkunft hat."
Weitere Informationen finden Sie unter: www.senbjs.berlin.de
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