Preis für die besten mediendidaktischen Projekte an deutschsprachigen Hochschulen

(redaktion/pm) Insgesamt drei eLearning-Projekte wurden jetzt in Wien mit dem Mediendidaktischen Hochschulpreis, kurz Medida-Prix, ausgezeichnet. Die Gewinner erhielten das Preisgeld in der Gesamthöhe von 100.000 Euro aus den Händen des österreichischen Ministers für Wissenschaft und Forschung Dr. Johannes Hahn. Die drei Gewinnerprojekte kommen aus Deutschland und der Schweiz. 2009 findet die Preisverleihung in Berlin statt und wird vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

23.09.2008 Artikel
  • © Mathe Vital

Die frei zugängliche Sammlung interaktiver Materialien für den Unterricht in mathematiknahen Fächern "Mathe Vital" des Zentrums Mathematik der TU München wurde mit 50.000 Euro prämiert und erhielt damit den Hauptpreis. Die Entscheidung wurde mit der hohen Interaktivität und Wiederverwendbarkeit der Materialien begründet. "Das ist Mathematik zum Anfassen", zeigte sich die Jury von den vielfachen Einsatzmöglichkeiten der visualisierten Formeln überzeugt.

Mit je 25.000 Euro wurden die an der Universität Zürich angesiedelte Initiative "GITTA" (Geographic Information Technology Training Alliance) sowie das am Institut für Wissensmedien in Deutschland entwickelte Portal e-teaching.org ausgezeichnet. Laut Jury besticht GITTA vor allem durch für jeden frei verfügbare, adaptierbare, mehrsprachige und gemeinsam mit zehn Partnerorganisationen entwickelte Lernpakete für den Umgang mit geografischen Daten, wie sie beispielsweise in jedem Navigationsgerät zu finden sind. Bei e-teaching.org würdigte die Jury die hohe Professionalität und Aktualität. Der Infopool bietet innovative Wege der Wissensvermittlung - beispielsweise in Form von online-Veranstaltungen, Podcasts oder Chats - für alle, die sich für eLearning fit machen und am Ball bleiben wollen.

"Im Mittelpunkt der Einreichungen standen in diesem Jahr vor allem die Open Educational Resources Initiativen, also die Entwicklung von frei zugänglichen Bildungsmaterialien", erklärte der Leiter der neunköpfigen Jury, Prof. Dr. Peter Baumgartner, Leiter des Departments für Interaktive Medien und Bildungstechnologien an der Donau-Universität Krems. Ziel des Preises sei es, die Hochschullehrenden auch in den deutschsprachigen Ländern auf diese internationale Entwicklung aufmerksam zu machen und auf die gesellschafts- und bildungspolitische Verantwortung der Hochschulen hinzuweisen.

Der mit 100.000 Euro dotierte Medida-Prix wird seit dem Jahr 2000 in Österreich, Deutschland und der Schweiz ausgeschrieben. Der Preis versteht sich als Impulsgeber für eine innovative und nachhaltige Implementierung digitaler Medien in der Hochschullehre. Es sollen damit didaktisch motivierte Aktivitäten unterstützt und verbreitet werden, die einen besonderen Beitrag zur Qualitätssicherung und zur nachhaltigen Verankerung digitaler Medien in der Hochschullehre leisten. Im Unterschied zu vielen anderen Medienbewerben steht beim Medida-Prix nicht die Technologie oder das Design, sondern vielmehr die didaktische Innovation im Vordergrund. Das Preisgeld muss für die Weiterentwicklung des Projekts verwendet werden. Finanziert wird der Preis vom jeweils zuständigen Ministerium im ausrichtenden Land.


Weiterführende Links

  • Mathe Vital
  • GITTA
  • e-teaching.org
  • Medida-Prix

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