Nordrhein-Westfalen

Programm für Flüchtlinge an Hochschulen: Bis zu 30 Millionen Euro jährlich für Integrationsmodell

30 NRW-Hochschulen bieten bis zu 2.000 geflüchteten Studienbewerbern Kurse für einen erfolgreichen Studienstart.

18.01.2017 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
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Das gemeinsam mit dem DAAD konzipierte Programm „NRWege ins Studium“ unterstützt seit Januar 2017 die dreißig in Nordrhein-Westfalen teilnehmenden Hochschulen beim Auf- und Ausbau vorbereitender und begleitender Studienangebote und stärkt die benötigten Beratungsstrukturen für die fachliche und sprachliche Begleitung von studieninteressierten Flüchtlingen.

Damit können je nach Ausgangsniveau der Teilnehmer in diesem Jahr bis zu 2.000 Studienbewerber mit Fluchthintergrund intensiv auf ein Studium an ihrer Hochschule vorbereitet werden. Zusätzlich sollen gut 700 Plätze in studienbegleitenden Kursen eingerichtet werden, um den Studienstart zu begleiten und ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen.

„Denen, die bei uns ein Studium aufnehmen oder fortsetzen möchten, wollen wir gemeinsam mit den Hochschulen eine Perspektive für ein erfolgreiches Studium hier im Land bieten. Es ist ein starkes Signal, dass fast alle antragsberechtigen Hochschulen unser Programm nutzen werden. Dafür stellen wir nun jährlich bis zu 30 Millionen Euro bereit“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Im Rahmen des neuen Programms können die Hochschulen nun zusätzliches Personal zur Beratung und Betreuung von studieninteressierten Flüchtlingen einstellen und damit zentrale Anlaufstellen schaffen, um die reguläre Beratung für internationale Studierende zu entlasten.

„Unsere Programme zur Integration von Flüchtlingen werden von den Hochschulen intensiv genutzt. Ich freue mich, dass wir dieses große Engagement mit weiteren Angeboten wie NRWege ins Studium fördern können, um Geflüchteten einen Einstieg in ein Studium an einer deutschen Hochschule zu erleichtern und damit ihre Grundlage für eine berufliche Perspektive zu verbessern“, sagte DAAD-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel.

Zwei Beispiele für bereits gestartete Projekte sind:

Universität Köln

Die Universität Köln verfügt durch das Programm „Studienstart International“ bereits über langjährige Erfahrungen in der Studienvorbereitung von internationalen Studierenden. Diese Erfahrungen werden genutzt, um zielgruppenspezifische Angebote für Geflüchtete zu entwickeln. Ab Sommersemester 2017 werden 65 studierfähige Flüchtlinge mit einem einjährigen sprachlichen und fachlichen Vorbereitungsprogramm starten. Zusätzlich werden Veranstaltungen wie Studienkompetenzkurse, Interkulturelle Sensibilisierung, Landeskunde sowie Orientierung an der Universität im Curriculum verankert. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Das Programm ermöglicht es der Hochschule OWL nicht nur, ab Februar 2017 studienvorbereitende Sprach- und Fachkurse anzubieten, sondern es finanziert auch eine zentrale Stelle zur Beratung und Betreuung von Bewerbern, Kursteilnehmern und Studierenden mit Fluchthintergrund. Ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich ist die hochschulübergreifende und regionale Zusammenarbeit mit verschiedenen bildungspolitischen Akteuren, wie Integration Point und Integrationszentren, unter dem Leitgedanken „Wissenschaft kennt keine Herkunft“. 


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