Ruhr-Universität Bochum gewinnt D21-Hochschulwettbewerb Get the Best – Mehr Frauen in die Forschung!

Die Ruhr-Universität Bochum hat den D21-Hochschulwettbewerb Get the Best – Mehr Frauen in die Forschung! gewonnen. Im Rahmen des Einsteinjahres prämierte Get the Best in diesem Jahr die besten Konzepte, um Frauen für die Forschung in Ingenieur- und Naturwissenschaften zu begeistern. Die Initiative D21 will mit dem zum zweiten Mal durchgeführten Wettbewerb auf den erschreckend geringen Frauenanteil in diesen Fächern aufmerksam machen. So ist in der Industrieforschung beispielsweise derzeit nur etwa jede zehnte Stelle von einer Frau besetzt. Erfolgreich war in diesem Jahr auch die Hochschule Zittau/Görlitz: Sie gewann den 2. Platz. Der 3. Platz ging an die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven.

08.11.2005 Pressemeldung Initiative D21 e. V.

Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 40.000 Euro vergeben sowie drei Sonderpreise für die Universität Hannover, die Technische Fachhochschule Berlin und die Bergische Universität Wuppertal.

Jurymitglied Jürgen F. Gallmann (Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland GmbH und stellvertretender D21-Vorsitzender) betonte: "Deutschland ist als rohstoffarmes Land auf Spitzenforschung angewiesen. Wir können es uns nicht leisten, auf das kreative Potenzial hoch qualifizierter Forscherinnen in Wirtschaft und Wissenschaft zu verzichten, wenn wir einer der führenden Wirtschaftsstandorte bleiben wollen. Angesichts des bereits jetzt gravierenden Nachwuchsmangels in den Ingenieur- und Naturwissenschaften ist es umso wichtiger junge Frauen für diese Studienfächer zu begeistern."

Teilnehmen konnten alle Hochschulen, die in den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Physik, Chemie oder Mathematik mit guten Ideen und kreativen Konzepten mehr Frauen für die Forschung begeistern.

In diesem Jahr gewann die Ruhr-Universität Bochum den 1. Platz und ein Preisgeld von 20.000 Euro. Die Ruhr-Universität unterstützt Nachwuchswissenschaftlerinnen mit einem mehrstufigen Konzept aus aufeinander aufbauenden Bausteinen. Beginnend bei den Schülerinnen, über die Studentinnen und Absolventinnen, bis zu den Doktorandinnen und Postdoktorandinnen fördert die Ruhr-Universität nahtlos durch Projekte und spezielle Mentoring-Programme. So hat das mentoring³-Programm die Qualifizierung hoch motivierter weiblicher Doktorandinnen zum Ziel. Es wird durch das Peer-Mentoring für Postdoktorandinnen der Ingenieur- und Naturwissenschaften ergänzt.

Die Hochschule Zittau/Görlitz wurde für die umfassende Förderung von Wissenschaftlerinnen mit dem 2. Platz und einem Preisgeld von 12.000 Euro ausgezeichnet. Die unterschiedlichen Maßnahmen, die im Hochschulkarrierezentrum "Go Ahead" zusammengeführt werden, zielen insbesondere auf die Vorbereitung der Absolventinnen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg. Vorbildwirkung sah die Jury in dem von der Hochschule eingeführtem Modell einer Forschungsprofessur und den kooperativen Promotionsverfahren, die den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt fördern.

Die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven überzeugte durch ihr langjähriges und nachhaltiges Engagement. Sie setzt sich bereits seit über zehn Jahren mit zahlreichen Forschungsaktivitäten für den weiblichen Nachwuchs ein. Sie wurde dafür mit dem 3. Platz und einem Preisgeld von 8.000 Euro ausgezeichnet.

Darüber hinaus prämierte die Jury die Universität Hannover, die Technische Fachhochschule Berlin und die Bergische Universität Wuppertal mit einem Sonderpreis für ihre Konzepte zur Gewinnung von Absolventinnen für Karrieren in der Forschung der Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Die Jury setzte sich aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft, Politik und Medien zusammen. Dr. h.c. Thomas Ganswindt (Vorstandsvorsitzender der Initiative D21 und Mitglied des Vorstands Siemens AG), Jürgen F. Gallmann (stellvertretender Vorsitzender der Initiative D21 und Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland GmbH), Cornelia Pieper (Vorsitzende des Bundestagsausschusses Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung), Jörn Hüsgen (Chefredakteur Karriere) und Rudolf Schulze (Chefredakteur VDI-Nachrichten). Die Jury hob die Notwendigkeit einer stringenten Erfolgskontrolle der initiierten Maßnahmen durch die Hochschulen hervor. Wichtige Kriterien waren die Kooperation mit der Wirtschaft und die klare Ausrichtung der durchgeführten Maßnahmen auf die Forschung.

Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernahm in diesem Jahr erneut die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn. Initiiert wurde der Wettbewerb vom Kompetenzzentrum Technik Diversity Chancengleichheit (TeDiC). Die Preise wurden von Mitgliedsunternehmen der Initiative D21 gestiftet: Siemens, Intel, debitel, Fujitsu Siemens Computers und Microsoft Deutschland.

Weitere Presseinfos:

Die Pressemappe zum Wettbewerb (im .pdf-Format)] Weitere Informationen und Fotos zum Download: www.initiatived21.de

Initiative D21

Die Initiative D21 ist Europas größte Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft (Public Private Partnership). Sie besteht aus einem Netzwerk von rund 200 Mitgliedsunternehmen und -organisationen aller Branchen, die gemeinsam mehr als eine Million Menschen in der Bundesrepublik beschäftigen. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, durch bessere Bildung, Qualifikation und Innovationsfähigkeit wirtschaftliches Wachstum zu stimulieren und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sichern. Dafür setzt sich die Initiative gemeinsam mit politischen Partnern in praxisorientierten und interdisziplinären Projekten ein. Alle Maßnahmen von D21 besitzen einen engen Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien, einer entscheidenden Basis für die Zukunft Deutschlands.

Kompetenzzentrum TeDiC

Mit einer strategischen Neuausrichtung und Fokussierung auf drei Schwerpunktbereichewird das neue Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit (TeDiC) die Arbeit des Vereins Frauen geben Technik neue Impulse e.V. und des Kompetenzzentrums Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie weiter führen. Die Kompetenzfelder in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften sind: - Digitale Integration - Bildung, Weiterbildung und Beruf - Hochschule, Wissenschaft und Forschung. Herausragende Beispiele für die bisherigen Aktivitäten des Vereins sind Projekte wie "Frauen ans Netz" und "50plus ans Netz", die Koordination des bundesweiten "Girls' Day", das Bundesausbildungsprojekt "idee_it", der Hochschulwettbewerb "Get the Best" und Gender im Einsteinjahr" - Chancen für Frauen in naturwissenschaftlichen Berufen".
www.kompettenz.de

Ansprechpartner

Initiative D21 e. V.

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden