Sachsen unterzeichnet Abkommen über Errichtung und Betrieb der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB)
"Die Deutsche Digitale Bibliothek wird einen zentralen Zugang zu digitalem Wissen und Kultur in Deutschland bieten und einen Beitrag zur Sicherung und Bewahrung bedeutsamer Kulturgüter leisten. Informationen, die bisher nur Wenigen zugänglich waren, werden nun für ein breites Publikum im Internet nutzbar", erklärt Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer anlässlich der Unterzeichnung des Bund-Länder-Abkommens über die Errichtung und den Betrieb der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). "Dies betrifft sowohl Zeugnisse unseres kulturellen Erbes als auch zahlreiche wissenschaftliche Informationen", fügt von Schorlemer an.
23.03.2010 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDie Erarbeitung und Koordinierung des sächsischen Beitrags zur DDB übernimmt die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB).
"Die Staats- und Universitätsbibliothek Dresden unterhält derzeit eines der führenden deutschen Zentren zur Massendigitalisierung und beweist damit, auf welch exzellent hohem Niveau in Sachsen gearbeitet wird. Hier entsteht die Bibliothek der Zukunft", betont Wissenschaftsministerin von Schorlemer.
Die SLUB ist neben zwölf weiteren großen Kultureinrichtungen auch Partner im ´Kompetenznetzwerk Deutsche Digitale Bibliothek`, welches die fachliche Planung, Koordination und Kommunikation im Kontext der Portalentwicklung begleiten soll. Außerdem arbeitet die Bibliothek an vielfältigen Drittmittelprojekten zur retrospektiven Digitalisierung, wirkt maßgeblich an der Entwicklung einer Software zur industriellen Produktion und Präsentation von Digitalisaten mit und beteiligt sich an der Entwicklung von Scanrobotertechnologien. Darüber hinaus stellt sie derzeit den größten deutschen Einzelfonds zur Europäischen Digitalen Bibliothek "Europeana".
In der Deutschen Digitalen Bibliothek sollen die Datenbanken von über 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland vernetzt und durch spezielle Suchwerkzeuge erschlossen werden. Neben den klassischen Bibliotheksbeständen, den Büchern, würden zukünftig auch Bilder, Archivalien, Skulpturen, Noten, Musik und Filme aus Archiven, Museen, Mediatheken, Kulturdenkmalen und wissenschaftlichen Instituten registriert.
Für den Aufbau der Infrastruktur der DDB stehen aus dem Konjunkturpaket II zunächst fünf Millionen Euro zur Verfügung. Ab 2011 wird der Betrieb der zentralen Infrastruktur jährlich mit 2,6 Millionen Euro finanziert, welche je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen werden. Das bedeutet für Sachsen einen jährlichen Anteil von rund 68.000 Euro.
Der Pilotbetrieb soll Mitte 2011 beginnen. Ziel ist die Integration der DDB in die Europäische Digitale Bibliothek "Europeana", deren Einrichtung der Rat der Europäischen Union bereits 2006 beschlossen hatte und in der jetzt schon recherchiert werden kann: www.europeana.eu/portal/.
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