Hochschulzulassung

Schavan muss organisierte Verantwortungslosigkeit beenden

Die flächendeckende Einführung eines dialogorientierten Serviceverfahrens zur Hochschulzulassung wurde erneut verschoben. Dazu erklärt Kai Gehring, Sprecher für Hochschulpolitik:

15.12.2011 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Das fortdauernde Versagen des dialogorientierten Serviceverfahrens ist eine schwere Schlappe für Bundesbildungsministerin Schavan und eine Blamage für den Technologiestandort Deutschland. Für Studienberechtigte und Hochschulen ist das andauernde Zulassungschaos eine Zumutung und die wiederholte Warteschleife ohne verlässliches System eine Enttäuschung.

Dass auf dem Höhepunkt des Studierenden-Ansturms eine technisch funktionierende bundesweite Software-Lösung fehlt, ist das Ergebnis organisierter Verantwortungslosigkeit. Dilettantisches Projektmanagement und politisches Versagen des Bundesbildungsministeriums haben zur Verschleppung und Verschärfung der Zulassungsprobleme geführt. Die Studienberechtigten dürfen nicht zu Versuchskaninchen eines instabilen Programms werden, sondern haben ein Recht auf freien Hochschulzugang und klare Zulassungsregeln.

Anstatt das Zulassungschaos als Zaungast zu beobachten, muss Ministerin Schavan endlich als Krisenmanagerin eingreifen und das Projektmanagement zur Chefinnensache machen. Wer als Bundesgesetzgeber 15 Millionen Euro in das dialogorientierte Serviceverfahren investiert, muss jetzt politische Konsequenzen ziehen und die Hochschulzulassung unverzüglich bundeseinheitlich regeln. Weiterwurschteln wie bisher wäre fahrlässig gegenüber künftiger Generationen von Studienbewerbern und der Hochschulen, die Effizienz und Planungssicherheit wollen. Unsere Ziele bleiben bundesweit garantierte Zulassungsstandards sowie ein technisch leistungsstarkes, funktionstüchtiges und transparentes Verfahren, das Bewerber und Hochschulen unterstützt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: twitter.com/#gruensprecher


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