Schlechtere Betreuungsverhältnisse an Thüringer Hochschulen

Während des 1. Deutschen Sozialforums in Erfurt veranstalteten die GEW Thüringen und GEW Bund ein Seminar zur Frage "Recht auf Bildung statt Bildung als Ware". Am Beispiel einzelner Bildungsbereiche diskutierten die Teilnehmer über die Bildungsfinanzierung an allgemeinbildenden Schulen und weiterführenden Studieneinrichtungen.

26.07.2005 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen

"Bildungseinrichtungen müssen aufgabengerecht vom Staat finanziert werden und nicht durch die Teilnehmer/innen an den Bildungsgängen bezahlt werden, z.B. mit Studiengebühren. Die Ergebnisse von Bildung nutzen dem Einzelnen und der gesamten Gesellschaft", betonte der GEW- Landesvorsitzende Jürgen Röhreich. Am Beispiel der Hochschulen machten die Teilnehmer die Situation in Thüringen deutlich: Obwohl die Anforderungen steigen - jährlich höhere Studierendenzahlen, die Notwendigkeit intensiverer Betreuung bei der Einführung von Modularisierung bzw. Bachelor- und Masterstudiengängen usw. -, werden den Einrichtungen über den Hochschulpakt die Mittel des Jahres 2001 seit 2002 jährlich mit geringen Zuwächsen zugebilligt. Das hat u.a. zur Folge, dass die Personalstellen der Hochschulen nur noch zu unter 90 % ausfinanziert sind. Gute Betreuungsverhältnisse gehören zunehmend der Vergangenheit an. Damit hatten die Thüringer Hochschulen noch in den 1990-er Jahren gute Ranking-Ergebnisse erbracht und die Einhaltung von Regelstudienzeiten sichern können. "Gute Lehre und Forschung kosten Geld. Schlechte Lehre und wenig Forschung kann sich der Freistaat aber erst recht nicht leisten", so das Fazit der Diskussion.

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GEW Thüringen

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