Finanzierung

SH: GEW fordert mehr Geld für Hochschulen

Heute (20. März 2026) geht es im Landtag in Schleswig-Holstein um die Lage der Hochschulen. Für die Bildungsgewerkschaft GEW Anlass, ihre Forderung nach einer spürbaren Verbesserung der Hochschulfinanzierung zu erneuern.

20.03.2026 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein
  • Eine Gruppe studierende in einem Hörsaal. Der Lehrer gestikuliert in Richtung der Gruppe. © www.pexels.com Arbeitsplätze in der Wissenschaft seien von großer Unsicherheit und Kettenbefristungen geprägt.

Aus GEW-Sicht muss die Landesregierung nicht nur für die Christian-Albrechts-Universität Kiel mehr Geld rausrücken, die kürzlich eine Wiederbesetzungssperre verhängt hat, sondern die Hochschulfinanzierung insgesamt deutlich aufstocken.

„Die Europa-Universität Flensburg hatte den Anfang gemacht. Jetzt folgte die Christian-Albrechts-Universität Kiel. Diese Wiederbesetzungssperren offenbaren die krasse Unterfinanzierung der Hochschulen in Schleswig-Holstein“, sagt die GEW-Landesvorsitzende Franziska Hense am Donnerstag, 19. März 2026 in Kiel. Die Landesregierung müsse deshalb die Grundfinanzierung aller Hochschulen dringend ausbauen. Wissenschaft und Lehrbetrieb drohten sonst auf der Strecke zu bleiben.

Aus Sicht der GEW-Landesvorsitzenden erhalte das Bildungsministerium nun die Quittung dafür, die Warnungen der Hochschulen nicht ernst genommen zu haben. „Beinahe alle Hochschulen in Schleswig-Holstein leiden unter Geldmangel. Ohne mehr Geld dürften sich Szenarien, wie sie jetzt schon an den Universitäten Flensburg und Kiel eingetreten sind, wiederholen.“

Franziska Hense berichtete über große Unsicherheit unter den Hochschulbeschäftigten im Land. Das sei zuletzt am 18. März 2026 in einem hochschulinternen Austausch zwischen dem Präsidium und den Beschäftigten der CAU deutlich geworden. „Befristete Hochschulbeschäftigte bangen um ihre Zukunft. Willkürlich und ohne Berücksichtigung ihrer Leistung sitzen sie von heute auf morgen auf der Straße. Einfach weil sie Pech haben und ihr Vertrag während der Wiederbesetzungssperre ausläuft“, kritisierte sie.

Arbeitsplätze in der Wissenschaft seien ohnehin schon von großer Unsicherheit und Kettenbefristungen geprägt. „Wenn die Landesregierung dieses Problem durch ihre ständige Unterfinanzierung weiter verschärft, nimmt sie in Kauf, unsere Hochschulen für qualifiziertes wissenschaftliches Personal unattraktiv zu machen.“ 

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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