Startschuss für Ausbau im Programm "Hochschule 2012"

Der Ministerrat hat in seiner Sitzung am Montag die Ausbaupläne für die erste Tranche im Programm Hochschule 2012 konkretisiert. "Nun können die Hochschulen und Berufsakademien die für den Ausbau erforderlichen Planstellen ausschreiben und besetzen. Damit ist Baden-Württemberg das erste Land, das die demographische Herausforderung als Chance begreift und handelt", sagten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. Peter Frankenberg am 25. April in Stuttgart.

25.04.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Bereits im Haushaltsjahr 2007 sollen die Hochschulen und Berufsakademien ca. 3.000 zusätzliche Studienanfängerplätze einrichten. "Der Schwerpunkt liegt hier bei den Fachhochschulen mit rund 1.100 geplanten Studienanfängerplätzen und den Berufsakademien mit rund 1.000 geplanten Studienanfängerplätzen", sagte Frankenberg. Im Jahr 2008 sollen diese Zahlen dann auf rund 2.000 für die Fachhochschulen und 1.500 für die Berufsakademien erhöht werden. Für das Jahr 2007 sind 20 Mio. Euro, für das Jahr 2008 40 Mio. Euro vorgesehen. In diesem Budget sind für wissenschaftliches Personal rund 200 Planstellen (2007) bzw. rund 400 Planstellen (2008) enthalten.

Auch bei den Kunst- und Musikhochschulen ist die Konkretisierung abgeschlossen. In ihren betreuungsintensiven Studiengängen entstehen 60 zusätzliche Studienanfängerplätze. Bei den Universitäten wurden auf deren ausdrücklichen Wunsch hin die Gespräche zum Ausbau zurückgestellt, damit sich die Leitungsorgane auf die Anträge zur Exzellenzinitiative konzentrieren können. Sie werden schwerpunktmäßig in der 2. und 3. Tranche zum Zuge kommen.

Der Wissenschaftsminister begrüßte die ebenfalls am Montag in Berlin beschlossene Einigung der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) über den Hochschulpakt 2020. "Wir erwarten von dem Hochschulpakt 2020 zusätzliche Unterstützung für unser Ausbauprogramm", so Frankenberg. Der Hochschulpakt muss als nächstes den Regierungschefs von Bund und Ländern zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Er sieht in der Programmlinie "Lehre" Mittel für die Aufnahme zusätzlicher Studienplätze vor. Die Mittel aus dem Programm 2020 werden die Landesmittel aus dem Programm Hochschule 2012 ergänzen. "Unter Einbezug der Bundesmittel können zusammen mit den Landesmitteln rechnerisch etwa 70-80% der Kosten eines Studienplatzes finanziert werden", sagte der Minister.

Um dem erheblichen Anstieg der Studierendenzahl in den nächsten 10 Jahren zu begegnen, werden in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2012 16.000 zusätzliche Studienanfängerplätze in grundständigen Bachelor-Studiengängen geschaffen. Die Planung des Ausbaus hat das Ministerium in einem offenen Dialog zusammen mit den Hochschulen und der Wirtschaft betrieben. Der Ausbau soll in drei Tranchen erfolgen. Analog zu den Haushaltsjahren ist vorgesehen, in den Jahren 2007 und 2008 3.000 bis 4.000 zusätzliche Studienanfängerplätze einzurichten. In den Jahren 2009 und 2010 sollen weitere 5.000 bis 6.000 Studienanfängerplätze entstehen. In den Jahren 2011 und 2012 kommen 6.000 bis 8.000 Studienanfängerplätze hinzu. In den Spitzenjahren wird das Land bis zu 150 Mio. Euro jährlich in den Ausbau investieren.

Für die weitere Ausgestaltung des Programms "Hochschule 2012" mit allen Hochschularten sind zusätzliche Kabinettsentscheidungen vorgesehen.

Die bereits konkretisierten Ausbauplanungen für Fachhochschulen und Kunsthochschulen können Sie auf der Homepage des Wissenschaftsministeriums unter www.mwk.baden-wuerttemberg.de einsehen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden