Sachsen

Stipendienkultur ist Anreiz für Spitzenleistungen und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen

"Wir brauchen eine lebendige Stipendienkultur in Deutschland, um die Spitzenkräfte von morgen gezielt zu unterstützen. Das Deutschlandstipendium kann jungen Menschen zu hervorragenden Leistungen ermuntern und Talente fördern. Es bietet auch der Wirtschaft ein wirksames Instrument, um aktiv Fachkräfte zu gewinnen. Starke Netzwerke sind unser Ziel, von denen der gesamte Wissenschaftsstandort Sachsen profitiert", erklärt die sächsische Wissenschaftsministerin Prof. Sabine von Schorlemer.

14.06.2011 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Mit der heutigen Veranstaltung sollen Vertreter von Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen zusammengebracht werden, um das Deutschlandstipendium auch in Sachsen weiter voranzubringen. Das Deutschlandstipendium fördert mit 300 Euro pro Monat Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Der Leistungsbegriff ist weit gefasst, um ein Stipendium kann sich bewerben, wer guten Noten und Studienleistungen erbracht hat, aber auch Bereitschaft zeigt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Getragen wird die Förderung hälftig von privaten Geldgebern und dem Bund. Sie erfolgt über mindestens zwei Semester einkommensunabhängig und damit zusätzlich zu BAföG-Leistungen.

"Unsere Hochschullandschaft wird durch das Deutschlandstipendium bunter und ideenreicher werden. Davon bin ich überzeugt", sagte heute Staatssekretärin im Bundesministerim für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen.

Bereits 2011 sollen 10.000 Studierende gefördert werde. Dafür stellt der Bund 10 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel der Bundesregierung ist es, mittelfristig bis zu acht Prozent aller Studierenden (160.000) vom Deutschlandstipendium profitieren zu lassen.

Angesichts des wachsenden internationalen Wettbewerbs kommt der gezielten Spitzenförderung eine immer größere Bedeutung zu. Gut ausgebildete Fachkräfte sichern die wirtschaftliche Entwicklung und Innovationskraft Deutschlands. Vor diesem Hintergrund rief Ministerpräsident a.D. Prof. Kurt Biedenkopf zu verstärktem Engagement von Unternehmen und privaten Förderern auf.

Prof. Kurt Biedenkopf: "Mit dem Programm ermutigen wir begabte junge Leute, ihre Fähigkeiten noch besser zu entwickeln. Zugleich stärken wir damit die Grundlagen, auf denen Wirtschaft, Wissenschaft und der öffentliche Bereich gedeihen können. Und wir bekennen uns zur Ausbildung von Eliten, ohne die unser Land seine heutige Stellung in der Welt nicht dauerhaft sichern kann".

Für die Einwerbung der Stipendien sind die Hochschulen zuständig. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes sprechen sie potenzielle Geldgeber an und wählen die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus. So hat unter anderem die Technische Universität Bergakademie Freiberg bereits erfolgreich mehrere Stipendien eingeworben.

Einer der privaten Förderer ist die SolarWorld Innovations GmbH. Geschäftsführer Dr. Holger Neuhaus erklärt dazu: "Die SolarWorld unterstützt gemeinsam mit der Technischen Universität Freiberg das Deutschlandstipendium finanziell, da wir den besten Studenten frühzeitig die Möglichkeit geben möchten, mit der Industrie in Kontakt zu kommen. Wir brauchen den qualifizierten Nachwuchs hier vor Ort, um unseren Wachstumskurs fortzusetzen."


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