"Studienbeiträge sorgen für spürbare Qualitätsverbesserung"
"Die Studierenden können vom Wintersemester 2007/2008 an mit spürbaren Qualitätsverbesserungen in Studium und Lehre rechnen." Das hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, bei der Pressekonferenz hervorgehoben, auf der er heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Konferenz hessischer Universitätspräsidien (KhU) und Präsidenten der Universität Gießen, Prof. Dr. Stefan Hormuth, und dem Vorsitzenden der Konferenz hessischer Fachhochschulpräsidien (KhF) und Präsidenten der Fachhochschule Frankfurt, Prof. Dr. Wolf Rieck, die Konzepte der Hochschulen zur Verwendung der Studienbeiträgen vorstellte.
04.06.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDie Einnahmen von schätzungsweise 120 Millionen bis 130 Millionen Euro im Jahr fließen in vollem Umfang den Hochschulen zu, die über deren Einsatz jeweils eigenverantwortlich und unter Beteiligung der Studierenden entscheiden. Dabei gilt der gesetzlich verankerte Grundsatz, dass diese Mittel zweckgebunden zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre zu verwenden sind.
"Die hessischen Hochschulen sind in einen Wettbewerb um die besten Konzepte zur Verbesserung der Lehre eingetreten", sagte Minister Corts im Hinblick auf die Vorlagen der zwölf Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen. Obwohl alle Konzepte einen deutlichen Schwerpunkt bei den Elementen Ausstattung, Betreuung und Beratung aufwiesen, seien sie doch in ihren Akzenten erkennbar unterschiedlich. Ein nicht unerheblicher Teil der Mittel werde außerdem für eine Vielzahl an studentischen Jobs verwendet, die durch zusätzliche Tutorien und Beschäftigungen für studentische Hilfskräfte geschaffen würden, hob der Minister hervor. "Dadurch entsteht ein doppelter positiver Effekt für den Studienerfolg, denn es wird nicht nur das Service- und Betreuungsangebot verbessert, sondern darüber hinaus fördert die Beschäftigung an der Universität auch den eigenen Studienabschluss."
Der Minister fügte hinzu, es sei offenbar ganz überwiegend gelungen, bei den Konzepten und ihrer Entwicklung wie vorgesehen die Studierenden einzubeziehen. "Offenbar hat es doch so manche studentische Vertretungen gegeben, die sich von der Spitze des Protestzugs kommend direkt in Workshops und Sitzungen begeben haben, um bei der Mittelverwendung mitreden zu können." Ihnen wie auch allen anderen, die in den Hochschulen diesen Diskussionsprozess mitgestalteten, dankte er ausdrücklich.
"Es ist für die hessischen Universitäten selbstverständlich, dass wir uns schon zum Beginn des Wintersemesters um spürbare Verbesserungen der Qualität der Lehre bemühen. Die Studierenden müssen merken können, dass Ihre Studienbeiträge einen Unterschied machen", sagte der KhU-Vorsitzende Prof. Hormuth. "Die hessischen Fachhochschulen werden mit den Studienbeiträgen die Qualität ihrer Ausbildung weiter verbessern. Dafür werden Programme entwickelt und umgesetzt, die die systematische und nachhaltige Qualitätsförderung in den Mittelpunkt stellen. An der Entwicklung dieser Programme werden die Studierenden beteiligt", betonte der KhF-Vorsitzende Prof. Rieck.
Die Konzepte der Hochschulen sehen unter anderem folgende Projekte vor, die im Einzelnen nach den jeweiligen Erfordernissen am Ort "maßgeschneidert" werden:
- Ausstattung von Praktika und Laboren: Verbesserung der technischen Ausstattung, Kapazitätsausweitung;
- Ausbau der elektronischen Infrastruktur und des E-Learning;
- Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium und Familie: Erweiterung von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von Studierenden;
- Zusätzliche Lehr- und Lernmaterialien;
- Bibliotheken: Verbesserung der Medienausstattung, Zugang zu elektronischen Zeitschriften, Verlängerung der Öffnungszeiten, Modernisierung der Ausstattung studentischer Arbeitsplätze;
- Studienberatung: Ausweitung der individuellen fachlichen Beratung, besonders auch für ausländische Studierende;
- Sprachangebote: fachübergreifende Angebote, Deutschkurse/Stützkurse für ausländische Studierende;
- Verbesserung der Betreuung der Studierenden in Lehrveranstaltungen: Verringerung von Gruppengrößen, Parallelveranstaltungen, fachspezifische Zusatzkurse, Semestervor- und -nachkurse;
- Zusätzliche Tutorien: Orientierungstutorien zur Studienplanung und -organisation, Fachtutorien zu ausgewählten Lehrveranstaltungen;
- Einrichtung studienförderlicher Jobs: studentische Hilfskräfte.
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