Symposium zu neuen Karrieremodellen für Frauen in der Wissenschaft tagt in Karlsruhe
Mit den Chancen und den Risiken neuer Karrieremodelle wie der Juniorprofessur oder Dual Career Programmen für Frauen in der Wissenschaft befasste sich heute ein Symposium des Verbands der Baden-Württembergischen Wissenschaftlerinnen (VBWW) in Karlsruhe.
12.11.2010 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergDer Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Ministerialdirektor Klaus Tappeser sagte: "Wir wollen mehr Frauen für die Wissenschaft gewinnen. Dazu müssen die Rahmenbedingungen für sie attraktiver werden. Hauptziele dabei sind eine bessere Planbarkeit der akademischen Karriere und die einfachere Vereinbarkeit von Familie und Beruf."
Nach den Worten des Ministerialdirektors wurde die "kritische Masse" für Strukturveränderungen von rund 30 Prozent bei den Juniorprofessuren mit 32,4 Prozent im Jahr 2009 bereits erreicht. Durch die Möglichkeit des Tenure Tracks entstünde für Frauen eine gewisse Planbarkeit.
"Die Kinderlosigkeit im akademischen Mittelbau liegt derzeit noch bei über 70 Prozent. Eine große Bewusstseinsänderung ist an den Hochschulen eingetreten, nachdem Kinderbetreuungsplätze für das Wissenschaftliche Personal gefördert wurden. Vielen ist klar geworden, wie familienfeindlich die Arbeitszeiten im akademischen Betrieb sein können und wie viele hervorragend geeignete Mitarbeiterinnen sich aufgrund ihres Kinderwunsches für eine andere Karriere entscheiden. Unser Ziel ist es, das Elternsein mit einer akademischen Karriere in Zukunft leichter vereinbar ist", so Tappeser.
Im Jahr 2009 habe in Baden-Württemberg der Frauenanteil bei den Absolventen an den Universitäten 49 Prozent betragen. Bei den Promotionen seien es 43,3 Prozent Frauen gewesen. Bei Habilitationen läge der Frauenanteil bei 18,4 Prozent und rund 13,2 Prozent der Professuren seien mit Frauen besetzt. Ziel sei es, diesen Anteil auf 30 Prozent zu steigern.
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