Technische Universitäten wollen Titel "Dipl-Ing." erhalten

(redaktion/pm) Den Fortbestand des akademischen Grades "Dipl.-Ing." hat der neue Präsident des Verbandes der führenden deutschen Technischen Hochschulen (TU9), der Rektor der RWTH Aachen, Prof. Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg, zu seinem Amtsantritt gefordert.

08.01.2010 Artikel

Zwar bekenne sich der TU9 sich zum Bildungsraum Europa, setze die Bologna-Ziele um und versuche zugleich mit dieser Studienreform, die Abbrecherquoten zu senken, aber "nirgends in den Bologna-Erklärungen finde ich den Hinweis, dass der akademischen Grad "Dipl.-Ing." als Markenzeichen deutscher Ingenieurausbildung nicht mehr vergeben werden darf. TU9 wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen, diesen akademischen Grad als hochwertige Marke eines gleichermaßen für die Wissenschaft wie den Ingenieurberuf befähigenden 5-jährigen Ingenieurstudiums zu sichern", so Schmachtenberg wörtlich.

Ein Vereinigtes Europa bedeute nicht vereinheitlichtes Europa, so der neue TU9 Präsident weiter. Die Ingenieur-Promotion zum Dr.-Ing. nach den bei den TU9-Universitäten geltenden Standards genieße weltweit eine hohe Anerkennung. Der Dr.-Ing. sei nicht ein Ph.D. angelsächsischer Prägung: "Europa ist eben nicht nur reich an Kulturen, sondern auch reich an Wissenschaftskulturen. Die ist gut so, dies sichert uns im weltweiten Wettbewerb Vielfalt und Zukunft. Das war ein Grund für die Stärke der mitteleuropäischen Industrie und dies soll auch ein Grundpfeiler für die zukünftige Entwicklung sein."

TU9 ist der Verband der führenden Technischen Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruhe Institute of Technology, TU München, Universität Stuttgart.


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