Berlin

TU Berlin richtet deutschen Campus in Ägypten ein

Die Technische Universität Berlin richtet in Ägypten einen Satellitencampus als wissenschaftliche Außenstelle ein. In einer Non-Profit Public Private Partnership (PPP) sollen deutsche Dienstleistungen der TU Berlin auf dem Campus in El Gouna am Roten Meer angeboten werden.

12.05.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Die drei weiterbildenden Masterstudiengänge "Energy Engineering", "Urban Development" und "Water Engineering" wurden dafür von der TU Berlin eingerichtet und beginnen im nächsten Jahr. Damit ist sie die erste deutsche Universität, die in Ägypten Studiengänge anbietet, die sowohl inhaltlich als auch strukturell ausschließlich deutscher Hochschulgesetzgebung unterliegen.

Der TU-Campus, dessen Komplex neben einem Audimax und einer Bibliothek sieben weitere Seminar-, Büro- und Laborgebäude umfasst, wird dank des großen Engagements von TU-Alumnus Samih Sawiris komplett über Drittmittel finanziert und hat eine Nutzfläche von zirka 10.000 Quadratmetern. Nach den Kostenrichtwerten für den Hochschulbau von 2008 beträgt der Wert des Gebäudekomplexes samt Ausstattung rund 38 Millionen Euro. Samih Sawiris steht dem Unternehmen Orascom Hotels und Development (OHD) vor, das zur Orascom-Gruppe gehört. Die Baukosten, die Wartung und der Betrieb der Gebäudeinfrastrukturen werden komplett von OHD übernommen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen TU Berlin und dem ägyptischen Unternehmen garantiert der Universität die akademische und administrative Unabhängigkeit.

Die Idee entwickelte im Jahr 2006 der ägyptische Unternehmer und TUB-Absolvent Samih Sawiris mit dem damaligen TU-Präsidenten Prof. Dr. Kurt Kutzler. Samih Sawiris studierte von 1976 bis 1980 an der TU Berlin Wirtschaftsingenieurwesen. "Ganz klar steht Deutschland an erster Stelle, wenn es um Technik und Qualität in der Industrie geht und mit dem Campus in El Gouna wird eine weitere bedeutende Verbindung zwischen Deutschland und Ägypten wachsen", sagt Samih Sawiris. Das Lehrangebot ebenso wie die geplanten Forschungsschwerpunkte des TU-Zentralinstitutes "El Gouna Campus" zielen auf die besonderen Herausforderungen der Region des Mittleren Ostens und Nordafrikas (MENA).

Das bislang weltweit einzigartige PPP-Projekt im Bereich "Bildungsexport" bereichert die Internationalisierungsstrategie der TU Berlin mit einem besonderen Leuchtturmprojekt und eröffnet der Universität und dem Land Berlin einen idealen Zugang zu Forschungsaufgaben und -vorhaben im Nahen Osten sowie Nordafrika (MENA-Region).

Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Präsident der TU Berlin: "Besonders erwähnen möchte ich das beispielhafte Engagement und die Rolle von Samih Sawiris. Er ist für mich ein Mann mit Weitblick und zeigt als Unternehmer, dass er sich der Förderung von Bildung verpflichtet sieht."

Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung: "Das Projekt El Gouna bereichert den interkulturellen Dialog und stärkt die Beziehungen zwischen Deutschland und der arabischen Welt. Es ist Ausdruck eines verstärkten Bildungsexports deutscher Universitäten, insbesondere der Internationalisierungsstrategie der TU Berlin und des Wissen-schaftsstandorts Berlin. Mein Dank gilt ganz besonders Herrn Samih Sawiris und Professor Kutzler."

Prof. Dr. Dr. h.c. Kurt Kutzler, Alt-Präsident der TU Berlin: "Die Initiative von Samih Sawiris ist für mich ein Akt, der in Deutschland und wahrscheinlich auch in Europa kaum seinesgleichen findet."

Die ausführliche Medieninformation mit weiteren Details zum Projekt und Zitate sowie umfangreiches Bildmaterial und einen Film über den TU-Campus in El Gouna finden Sie unter: www.tu-berlin.de/?id=83829


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