Forderung

Unser Innovationsland braucht die Kompetenz der Frauen

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, fordert mehr Gleichstellung für Frauen in Wissenschaft und Forschung.

09.03.2020 Bundesweit Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • © Laurence Chaperon

An diesem Sonntag war Weltfrauentag. Dazu erklärte Bundesbildungs- und Forschungsministerin Anja Karliczek: "Wir sind bei der Gleichberechtigung von Frau und Mann noch nicht am Ziel. Unser Innovationsland braucht die Kompetenz und Kreativität von Frauen. Das gilt für alle Teile der Gesellschaft, aber nach wie vor auch für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es ist auch im Interesse der Wissenschaft selbst, die Gleichstellung von Frauen in den nächsten Jahren noch stärker als bisher zu verwirklichen.

Wir sehen Fortschritte: Die jüngsten Zahlen weisen in die richtige Richtung. Noch nie haben sich mehr Schülerinnen für die Teilnahme am Wettbewerb ‚Jugend forscht' angemeldet als in diesem Jahr. Der Anteil weiblicher Studienanfängerinnen und Promovendinnen steigt kontinuierlich. Aber noch ist nur ein Viertel aller Lehrstühle in Deutschland von Frauen besetzt.

Wir brauchen Mädchen und Frauen als Vorbilder, damit die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gesellschaftlich weiter an Fahrt gewinnt. Das gilt insbesondere, wenn ich an Frauen in der Wissenschaft denke. Das gilt aber auch für alle anderen Arbeitsbereiche." 

Hintergrund

Die Talente und Potenziale von Frauen nachhaltig einzubinden, ist nicht nur eine Frage von Gerechtigkeit. Gemischte Teams führen, wenn sie geeignete Rahmenbedingungen vorfinden, zu besseren Forschungs- und Entwicklungsergebnissen. Die größere Vielfalt kann Forschungsperspektiven erweitern.

Mädchen und junge Frauen sollen gute Rahmenbedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, ihre Talente klischeefrei in einem selbstbestimmten Leben in Freiheit und Verantwortung zu entfalten. Deshalb ist Chancengerechtigkeit ein durchgängiges Leitprinzip der Arbeit des BMBF. Die Erweiterung des Studien- und Berufswahlspektrums von Mädchen und jungen Frauen hat für das BMBF daher einen hohen Stellenwert. Besonders für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) soll mehr Interesse geweckt bzw. vorhandenes Interesse wachgehalten und verstärkt werden. Dies beginnt schon im Bereich der frühen Bildung und gilt für die gesamte weitere Bildungskette.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden