VBE: Studiengebühren sind familienfeindlich
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sieht in Studiengebühren eine erhebliche Belastung für Familien. Während Baden-Württemberg diese zusätzliche finanzielle Belastung für Studenten und deren Eltern erst eingeführt hat, werden die Studiengebühren in Hessen jetzt abgeschafft.
04.06.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergBisher entstanden Eltern Kosten für den Kindergartenbesuch, seit drei Jahren muss in Baden-Württemberg auch fürs Studieren extra bezahlt werden. Die Politik gibt immer wieder vor, alles für die Familien tun zu wollen, um dem Kindermangel in Deutschland entgegen zu wirken. Studiengebühren sind neben vielen anderen Kosten, die Eltern durch Kinder entstehen, eine weitere Belastungsprobe für den Geldbeutel von Familien. Eltern müssen neben den bisher schon üblichen Unterhaltskosten zusätzliches Geld für die Ausbildung ihrer studierenden Kinder ausgeben. Damit verringert sich das der Familie zur Verfügung stehende Budget noch einmal deutlich.
Sehr eng werde es, wenn in einer Familie mehrere studierende Kinder auf die Unterstützung der Eltern angewiesen seien, so VBE-Chef Rudolf Karg, denn wenn Studierende aus Geldnot neben dem Studium noch etwas dazu verdienen, gerät ab einem gewissen Betrag auch schnell das Kindergeld in Gefahr.
Eine eklatante Benachteiligung sieht der VBE besonders für Familien aus dem Mittelstand. Deren Einkommen ist zwar in der Regel nicht so hoch, dass man damit große Sprünge machen kann, andererseits aber zu hoch für Zuschüsse nach dem Bundesausbildungsfördergesetz (BAFöG).
Was Hessen jetzt mit der Abschaffung der Studiengebühren vormacht, sollte für ein "Kinderland", wie Baden-Württemberg es immer sein will, beispielgebend sein, meint Karg.
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