Werkstattgespräch "Ein Jahr Hochschulreform - Erfahrungen und Erwartungen"

Hochschulleitungen und Studierende, Hochschullehrer und Mitarbeiter der Verwaltung erörtern am Freitag in München gemeinsam in einem Werkstattgespräch mit Wissenschaftsminister Thomas Goppel aktuelle hochschulpolitische Themenstellungen. Bei der Veranstaltung mit dem Titel "Ein Jahr Hochschulreform - Erfahrungen und Erwartungen", zu der sich knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet haben, geht es vor allem um das Miteinander von Ministerium und Hochschulen.

06.07.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Goppel betonte die zentrale Bedeutung eines kontinuierlichen und vertrauensvollen Austauschs aller für die Hochschulen in Bayern Verantwortlichen. Die Weichenstellungen und Erfolge der vergangenen Jahre von der bayernweiten Strukturplanung über das Innovationsbündnis bis hin zur Hochschulreform und der milliardenschweren Ausbauplanung seien "Ergebnis des offenen und partnerschaftlichen Umgangs sowohl der Hochschulen untereinander als auch zwischen Hochschulen und dem Ministerium". Als "jüngste beispielhafte Gemeinschaftsleistung" nannte Goppel das von Hochschulen und Ministerium in einem Lenkungsausschuss entwickelte Ausbaukonzept, das das Kabinett am 12. Juni beschlossen hat. Dieses Konzept sieht den nach Standorten gegliederten Aufbau von 38.000 zusätzlichen Studienplätzen in Bayern und die schrittweise Schaffung von 3.000 zusätzlichen Personalstellen bis 2011 vor.

Der Vorsitzende von Universität Bayern e. V. Rektor Prof. Dr. mult. Alf Zimmer bezeichnete Regelungen, die einen kontinuierlichen Reformprozess ermöglichen, der autonom von den Hochschulen entsprechend der fachlichen Gegebenheiten gestaltet und verantwortet werden muss, als "die Voraussetzung für eine nachhaltige Hochschulpolitik". Zimmer: "Mit dem neuen Bayerischen Hochschulgesetz, der Strukturplanung der Universität Bayern und dem Ausbauplan Hochschule Bayern 2020 sind die Rahmenbedingungen für das notwendige strategische Handeln gesetzt."

Die Vorsitzende von Hochschule Bayern e. V. Präsidentin Prof. Dr. Marion Schick betonte: "Nach einem Jahr Hochschulreform sehen wir als Bayerische Hochschulen für angewandte Wissenschaften diese Reform als vollen Erfolg. Mit der dialogorientierten Gestaltung von Abläufen und Prozessen ist das Ministerium auf dem richtigen Weg. Den Hochschulen in Bayern bietet diese Entwicklung Chancen, eigenständig, autonom und effizient handeln zu können, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein."

Das eintägige Werkstattgespräch, das an der Fachhochschule München stattfindet und an dem die Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen Bayerns teilnehmen, befasst sich in fünf Foren mit

  • dem Verhältnis der Hochschulen und des Ministeriums nach der Hochschulreform,
  • den neuen Steuerungsinstrumenten,
  • den Erfahrungen mit der Erhebung und Verwendung von Studienbeiträgen,
  • Frauen in der Wissenschaft sowie
  • den Herausforderungen, die die steigenden Studierendenzahlen mit sich bringen.

Nähere Informationen zu der Tagung sind im Internet ab kommenden Montag unter http://www.stmwfk.bayern.de/hs_kongress_2007.html abrufbar.


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