Wissenschaftsminister Frankenberg auf USA-Reise

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg ist heute (27. Mai) in Begleitung von Ministerialdirektor Klaus Tappeser zu einer mehrtägigen USA-Reise aufgebrochen. Die Reise dient der Vertiefung der Kontakte zu amerikanischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen an der amerikanischen Ostküste. Der Minister wird an der diesjährigen NAFSA-Konferenz (National Association of Foreign Student Advisors) in Washington teilnehmen. Weiter sind Gespräche mit Vertretern des National Institute of Health, der National Science Foundation sowie der University of Connecticut und der University of Massachussetts geplant.

27.05.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Wir sind sehr daran interessiert die vielfältigen Beziehungen unseres Landes mit den US-amerikanischen Hochschulen zu vertiefen und weiter auszubauen. Die NAFSA ist hierfür die zentrale Informationsplattform", sagte der Minister vor dem Abflug in Stuttgart. Mit einer Reihe von US-Bundesstaaten bestehen jahrzehntelange Austauschabkommen. Beim Studierendenaustausch über das Baden-Württemberg-Stipendium der Landesstiftung nehmen die USA den ersten Platz ein.

Die internationale Bildungsmesse des Dachverbands der Akademischen Auslandsämter von Hochschulen in den USA und Kanada, NAFSA, ist die weltweit größte Organisation im internationalen Bildungs- und Hochschulwesen. Sie findet dieses Jahr bereits zum 60. Mal statt und führt nahezu 8.000 Hochschulvertreter aus 100 Ländern zusammen. Baden-Württemberg ist dort seit 1997 gemeinsam mit den Hochschulen des Landes mit einem Gemeinschaftsstand vertreten, um über die Möglichkeiten eines Studien- und Forschungsaufenthalts im Land zu informieren.

In Washington wird der Minister Gespräche mit Vertretern des National Institute of Health zu Fragen der medizinischen Forschungsförderung führen. Des weiteren steht ein Gedankenaustausch mit Ansprechpartnern der National Science Foundation zu deren Fördermaßnahmen in der Lehre auf dem Programm. Die National Science Foundation ist die größte Forschungsförderorganisation der USA, die sich maßgeblich in den Bereichen Mathematik, Computer- und Sozialwissenschaften engagiert.

In Connecticut wird der Minister auf Einladung des dortigen Lieutenend Governor über die Austauschbeziehungen zwischen den beiden Staaten sprechen, die auf ein Abkommen zwischen den beiden Landtagen aus dem Jahr 1989 zurückgehen. In dieser Zeit ermöglichte das Austauschabkommen rund 1.000 Studenten und 75 Wissenschaftlern ein Auslandssemester in Connecticut und Baden-Württemberg. Minister Frankenberg wird darüber hinaus Gespräche mit dem Bildungsminister Meotti und der Wirtschaftsministerin McDonald führen.

Bei seinem Besuch an der Universität von Connecticut in Storrs, bei der die baden-württembergischen Studenten ihr Auslandssemester absolvieren, trifft Frankenberg Mitglieder des Rektorats und die Dekane der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaftslehre sowie der geisteswissenschaftlichen Fakultät, mit denen er über die Ergebnisse der Exzellenzinitiative und die damit einhergehenden Veränderungen in der deutschen Forschungslandschaft sprechen wird. "Das Interesse unserer US-amerikanischen Partner an den aktuellen Entwicklungen in der Forschungslandschaft ist sehr groß", so Frankenberg im Vorfeld der Gespräche.

Den Abschluss der Reise wird die Teilnahme an der Commencementfeier der University of Massachussetts und das Gespräch mit Mitgliedern der Regionalgruppe Boston von GAIN (German Academic International Network) bilden. In GAIN sind deutsche Wissenschaftler vertreten. In dem Gespräch soll es darum gehen die neuen personalrechtlichen Möglichkeiten an den Hochschulen des Landes aufzuzeigen und für eine Rückkehr nach Baden-Württemberg zu werben.

Allgemeine Informationen zum wissenschaftlichen Austausch mit den USA:

Das Land Baden-Württemberg unterhält mit zahlreichen Bundesstaaten der USA langjährige wissenschaftliche Beziehungen, darunter Connecticut, Oregon, California, North Carolina und Massachussetts. Daneben gibt es rund 200 bilaterale Kooperationsvereinbarungen, unter anderem der Hochschulen Esslingen, Reutlingen, Ulm, Konstanz und Furtwangen mit der Kettering University in Flint, Michigan.

Über die Landesprogramme mit den USA verfügen die baden-württembergischen Universitäten landesweit über jährlich rund 760 gebührenfreie Studienplätze für ein akademisches Jahr; hinzu kommen rund 200 weitere derartiger Plätze im Rahmen bilateraler Vereinbarungen zwischen Universitäten. Das Wissenschaftsministerium setzt jährlich über 500.000 Euro zur Förderung der Zusammenarbeit mit den USA ein.

Von den rund 3.200 amerikanischen Studierenden in Deutschland haben knapp 800 Studierende eine Hochschule in Baden-Württemberg gewählt, damit studiert fast jeder vierte Amerikaner, der sich für Deutschland entscheidet, in Baden-Württemberg. Allein mit dem Baden-Württemberg STIPENDIUM der Landesstiftung werden rund 140 Amerikaner, die nach Baden-Württemberg kommen, und 197 Baden-Württemberger, die in die USA gehen, mit einem Stipendium unterstützt.


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