Wissenschaftsminister Frankenberg verleiht in Ludwigsburg Landeslehrpreise für die Pädagogischen Hochschulen

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg hat heute in Ludwigsburg die Landeslehrpreise für die Pädagogischen Hochschulen vergeben. Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Lehrpreis geht zu gleichen Teilen an Dr. Ruth Michalek und Ulrich Kirchgäßner (Pädagogische Hochschule Freiburg), Dr. Christian Spannagel (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) sowie Dr. Andreas Schwab (Pädagogische Hochschule Weingarten).

05.12.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Gute Lehre ist ein essentielles Qualitätsmerkmal für alle Hochschulen", betonte Wissenschaftsminister Frankenberg anlässlich der Preisübergabe in Ludwigsburg. "Im Falle der Pädagogischen Hochschulen kommt hinzu, dass diese bei der Ausbildung der künftigen Lehrerinnen und Lehrer das Lehren als zentralen Studieninhalt haben, um damit zum Lernen anzuregen und zu motivieren." Deshalb verstehe es sich von selbst, so Frankenberg, dass Hochschuldidaktik und gute Lehre an den Pädagogischen Hochschulen einen hohen Stellenwert genießen.

Das Land wolle mit dem Landeslehrpreis gezielte Leistungsanreize zur Verbesserung der Lehre an den Hochschulen bieten. "Damit gewährleisten wir, dass herausragende Leistungen in der Lehre in den Vordergrund gerückt sowie gebührend gefördert und letztlich auch öffentlich anerkannt werden", so der Wissenschaftsminister.

Dr. Ruth Michalek und Ulrich Kirchgäßner, Erziehungswissenschaftler an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, sind für das Kompaktseminar "STEP - Studieneingangsphase" ausgezeichnet worden. Auf der Grundlage des "problem based learning" erarbeiten Studierende im ersten Hochschulsemester mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen höherer Semester Lernkonzepte, die für den Erfolg des gesamten Studiums entscheidend sind. Nach der erfolgreichen Pilotphase im Wintersemester 2006/07 wurde das Seminar als fester Bestandteil in den Bachelor-Studiengang "Erziehung und Bildung" integriert. "Dieses Projekt überzeugt durch die gezielte Einbindung der Studierenden in allen Phasen. Darüber hinaus profitieren die Studierenden verschiedener Semester von der gemeinsamen Arbeit", sagte Frankenberg.

Dr. Christian Spannagel, Juniorprofessor für Mathematik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, wird für seinen Beitrag zur Umsetzung aktiven und selbstbestimmt motivierten Lernens in Lehrveranstaltungen geehrt. Mit seinem auf E-Learning-Elementen beruhenden Konzept "WEB-2-Anwendungen in der Lehre" vermittelt er den angehenden Lehrerinnen und Lehrern die für einen modernen Unterricht notwendigen Kenntnisse im Umgang mit Medien und Internet. "Der Beitrag von Dr. Spannagel zeigt auch Wege auf, wie Schülerinnen und Schüler unter Einsatz der Möglichkeiten moderner Medien für den Mathematikunterricht interessiert werden können", betonte der Wissenschaftsminister.

Dr. Andreas Schwab, Professor für Geographie an der Pädagogischen Hochschule Weingarten, erhält den Landeslehrpreis für sein Projekt "Stadt- und geländeklimatologische Untersuchungen in der Region Bodensee-Oberschwaben". Im Rahmen dieses regionalen Forschungsprojekts konnten die Studierenden die geographischen Arbeitsmethoden in vorbildlicher Weise anhand praktischer Fragestellungen anwenden. Diese dienen gleichzeitig als Grundlage für politische Planungsentscheidungen. "Das Projekt besticht durch den interdisziplinären Ansatz, der Fragestellungen aus Physik, Informatik und Regionalplanung einbezieht. Es ist damit ein hervorragendes Beispiel für die Vernetzung zentraler Aspekte moderner Lehre", stellte Minister Frankenberg heraus.

Der Landeslehrpreis an Pädagogischen Hochschulen wurde 1995 ins Leben gerufen. Er wird jährlich an bis zu drei Preisträger vergeben und ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden können insbesondere Lehrveranstaltungen mit didaktisch besonders gutem Begleitmaterial und Aufbau, Tutorien oder Orientierungsveranstaltungen sowie beispielgebende Maßnahmen von Hochschullehrern, die geeignet sind, Studium, Prüfung und Lehre zu verbessern.

Die Preisträger können das Preisgeld nach freier Entscheidung für dienstliche Zwecke verwenden. Die Studierenden sind in die Vorschlags- und Entscheidungsfindung mit eingebunden. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch ein Gutachtergremium, dem unter anderem ehemalige Preisträger sowie Wissenschaftler aus anderen Bundesländern angehören.

Weitere Informationen: www.mwk.baden-wuerttemberg.de/deutsch/themen/studium/aktion_gutes_studium/landeslehrpreis/


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