Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg und die Vorstände der Rektorenkonferenzen der Landeshochschulen verabschieden Memorandum zum Bologna-Prozess

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg und die Landeshochschulen wollen den Bologna-Prozess in gemeinsamer Verantwortung weiterentwickeln und optimieren. Der Minister verständigte sich heute mit den Vorständen der Rektorenkonferenzen des Landes auf ein gemeinsames Memorandum, das Verbesserungen in den Bereichen Studium, Qualitätssicherung und Studienförderung aufzeigt. Erste Maßnahmen sollen sofort in Angriff genommen werden, damit sie vom Wintersemester 2010/2011 an wirksam werden können. "Es ist das gemeinsame Ziel des Landes und der Hochschulen, dass der bereits begonnene Optimierungsprozess fortgesetzt wird", so der Wissenschaftsminister.

14.12.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

In dem Memorandum bekennen sich der Wissenschaftsminister und die Hochschulen übereinstimmend zum Bologna-Prozess, sehen aber an verschiedenen Stellen Korrekturbedarf. So sollen die Prüfungsordnungen und Studienpläne, wo notwendig, verändert werden. Ziele: Bessere Studierbarkeit, geringere Prüfungsdichte und mehr Raum für kritische Reflexion der Studieninhalte. Erprobt werden sollen außerdem Modelle zur Qualifizierung und Orientierung in der ersten Studienphase. Wissenschaftsminister und Hochschulen halten Änderungen auch bei der Studienförderung für notwendig. So soll BAföG-Förderung künftig insgesamt länger und auch in der Lücke zwischen Bachelor und Master gewährt werden können; außerdem sollen zwei Fach- beziehungsweise Studiengangwechsel mit BAföG-Förderung möglich sein. Grundlegend neu aufgebaut werden muss laut dem Memorandum außerdem das Akkreditierungssystem.

Die weiteren Reformschritte sollen durch eine Evaluation begleitet werden. Hochschulen und Wissenschaftsministerium wollen die Reformschritte in regelmäßigen Sitzungen mindestens einmal im Semester erörtern. Am 8. März 2010 wird das Wissenschaftsministerium einen Kongress zum Bologna-Prozess veranstalten, bei dem auch das studentische Votum einbezogen wird. Dazu gibt es eine E-Mail Plattform (Bologna-Button) auf der Homepage des Wissenschaftsministeriums (http://www.bologna.mwk.baden-wuerttemberg.de/). Bis zum 15. Januar werden hier studentische Anregungen aufgenommen, verarbeitet und auf dem Kongress diskutiert.

Das Memorandum kann unter www.mwk.baden-wuerttemberg.de/ herunterladen werden.


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