Wissenschaftsministerin bilanziert 2007 als Erfolgsjahr für Sachsens Hochschulen
"Sachsens Hochschulen haben damit aus dem Stand die Herausforderungen des Hochschulpaktes 2020 erfüllt", so Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange vor dem Hintergrund der aktuellen Studienanfängerzahlen zum Wintersemester 2007/2008. Demnach sei es gelungen die Zahl der Studienanfänger zum vergangenen Wintersemester auf insgesamt 20 847 zu erhöhen (2006: 18 600), so die Ministerin. Der Hochschulpakt 2020 war 2007 auf den Weg gebracht worden. Der Freistaat hatte sich dabei verpflichtet, die Zahl der Studienanfängerplätze bei mindestens 19.940 (2005) konstant zu halten. Im Gegenzug erhalten der Freistaat und seine Hochschulen bis 2010 etwa 27 Millionen Euro an Bundesmitteln. "Nicht zuletzt geht es dabei auch darum, den Fachkräfte- und Wissenschaftlernachwuchs in Sachsen in den kommenden Jahren zu sichern." Die Mittel des Hochschulpakts würden ganz wesentlich zur Qualitätssicherung und -verbesserung der Lehre, sowie für zusätzliche Lehr- und Betreuungsangebote eingesetzt.
29.02.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDas Jahr 2007 sei in vielerlei Hinsicht ein erfolgreiches Jahr für den Hochschulstandort Sachsen gewesen, bilanziert die Ministerin. Insgesamt standen den 15 staatlichen Hochschulen im Freistaat rund 770 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt des Wissenschaftsministeriums zur Verfügung. Darin enthalten seien 12 Millionen Euro jährlich zusätzlich für ein Programm zur Verbesserung der Studienbedingungen, das die Koalitionspartner 2005 vereinbart hatten. "Diese Mittel werden explizit für zusätzliche studentische Hilfskräfte und Tutorien, für die Bibliotheken und Studentenwerke ausgegeben", sagte Dr. Eva-Maria Stange. 2007 seien allein rund 1,8 Millionen Euro für studentische Hilfskräfte und Tutorien zusätzlich verwendet worden.
Mit einer eigenen sächsischen Landesexzellenzinitiative im Umfang von 160 Millionen Euro sei 2007 eine wichtige Weiche für die weitere Entwicklung der Hochschulen gestellt worden. Ziel der Landesexzellenzinitiative sei es mitzuhelfen, die bestehende Forschungsqualität sächsischer Universitäten weiter zu steigern. "Hierbei geht es vor allem darum, die Schere zwischen den in der Bundesexzellenzinitiative erfolgreichen, hauptsächlich westdeutschen exzellenten Forschungsbereichen und den Forschungsclustern in Sachsen, die den Sprung bisher noch nicht geschafft haben, nicht noch weiter auseinanderklaffen zu lassen", so Wissenschaftsministerin Dr. Stange. Schließlich seien die Hochschulen das Rückgrat der sächsischen Forschungslandschaft. Im August 2008 werde entschieden, welche der jetzt zu Vollanträgen aufgeforderten Forschungskomplexe gefördert würden.
Sachsens Hochschulen sind darüber hinaus in wachsendem Maße erfolgreich bei der Einwerbung von Drittmitteln des Bundes, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und auch von regionalen und bundesweiten Unternehmen. Seit 1993 konnten die Hochschulen ihre Drittmitteleinnahmen auf mittlerweile etwa 400 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Mit dem neuen Sächsischen Hochschulgesetz, das im kommenden Wintersemester in Kraft treten soll und den Hochschulen künftig global die Mittel zuweist, würden die Flexibilität und damit die Gestaltungsspielräume in Verantwortung der Hochschulen weiter erhöht, so die Ministerin abschließend.
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