Wissenschaftsministerin für eigenes Promotionsrecht an Fachhochschulen

Vor dem Hintergrund einer Debatte zu Promotionsverfahren an Fachhochschulen erklärte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute, sie werde sich im Wissenschaftsrat und in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern auch weiterhin dafür einsetzen, dass Fachhochschulen ein eigenes Promotionsrecht in ausgewählten forschungsaktiven Fachbereichen erhielten.

17.04.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Sachsens Hochschulen praktizierten seit langem ein Verfahren der sogenannten kooperativen Promotion. Bei diesem Modell wird der Doktorant/die Dokotorantin von mindestens je einem Hochschullehrer einer Fachhochschule und einer Universität betreut. "Die in speziellen Bereichen forschungsstarken sächsischen Fachhochschulen können auf diesem Weg weiterhin ihre besondere Kompetenz zur Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuchses einbringen und ihre Forschungskompetenz ausbauen", so Ministerin Dr. Stange.

Die kooperative Promotion wurde im Freistaat eingeführt, weil das Promotionsrecht mit seinem Forschungsbezug bundesweit bislang nur bei Universitäten und Kunsthochschulen liegt. Seit Einführung des kooperativen Promotionsverfahrens 1999 seien rund 110 Promotionen erfolgreich abgeschlossen worden. Rund 70 Prozent der Doktoranten kämen aus den Ingenieurwissenschaften. "Das kooperative Promotionsverfahren hat sich in Sachsen als erfolgreiches Modell erwiesen, nicht zuletzt weil der Anwendungsbezug der Promotionsthemen unmittelbar den kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute kommt", sagte Ministerin Dr. Stange.

Bis einschließlich 2013 seien derzeit insgesamt über drei Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Unterstützung des kooperativen Promotionsverfahrens vorgesehen. Das neue sächsische Hochschulgesetz werde die kooperative Promotion weiter stärken, indem unter anderem Fachhochschulen und Universitäten gemeinsam Studiengänge einrichten könnten, die zu Promotionen führten oder Fachhochschulen und Universitäten vermehrt hochschulübergreifend in der Forschung zusammenarbeiten könnten.


Schlagworte

Ein Kommentar vorhanden

  • 25.02.2016 13:15 Uhr
    Test
Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden