Wissenschaftsministerin kündigt Rahmenvereinbarung mit Sächsischer Agentur für Arbeit an

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wird noch in diesem Jahr eine Rahmenvereinbarung mit der Sächsischen Agentur für Arbeit zur besseren Umsetzung der Zusammenarbeit im Rahmen der Studienberatung abschließen. Darüber informierte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, heute im Rahmen einer Veranstaltung des Wirtschaftsforums Sächsisches Elbland an der Technischen Universität Dresden zum Auftakt der Woche des offenen Unternehmens.

25.09.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Die Orientierung für ein Studium muss schon früh beginnen, denn die spezifischen Interessen und Neigungen entwickeln sich nicht erst in der Oberstufe des Gymnasiums, sondern in Klasse 7 und 8", so Dr. Stange. Angebote wie die Woche des offenen Unternehmens, der Tag der offenen Hochschultür oder regelmäßig stattfindende Schülerunis seien erfolgversprechende Wege, jungen Menschen akademische Berufe und Studienangebote nahe zu bringen. Darüber hinaus sei es notwendig, dass Hochschulen und die Bundesagentur für Arbeit bereits ab Klasse 8 gemeinsam Studien- und Berufsorientierung an Gymnasien anbieten.

Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange appelliert vor diesem Hintergrund auch an die sächsische Wirtschaft, intensiver um hochqualifizierten Nachwuchs zu werben. "Schülerpraktika und individuelle Beratungsangebote sind eine Möglichkeit, um den zu erwartenden Fachkräftemangel sowohl in den technischen Bereichen, aber auch bei Lehrkräften, Ärzten oder Ingenieuren zu bewältigen", so die Ministerin. "Viele junge Menschen wissen in der 12. Klasse noch nicht, wohin die Reise gehen soll, was sie studieren, welchen Beruf sie wählen sollen, daher muss früher und intensiver der Kontakt mit Hochschulen und Unternehmen erfolgen." Bisher nähmen rund 30 Prozent der Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung kein Studium auf – diese Zahl müsse deutlich gesenkt werden. Dies sei beispielsweise durch zusätzliche Anreize wie Stipendien, Büchergeld oder gute Aussichten auf einen Job möglich.


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