Wissenschaftsministerin sieht Optimierungsbedarf bei Bachelor-/Masterstudiengängen

"Der für die nächsten zehn Jahre prognostizierte Fehlbedarf an über 25.000 akademisch ausgebildeten Fachkräften im Freistaat Sachsen verlangt dringend nach solchen Kontaktmöglichkeiten", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, heute zur Eröffnung der 7. Dresdner Industrietage. Messen wie diese böten eine hervorragende Gelegenheit, jungen Menschen die beruflichen Chancen aufzuzeigen und sie so an den Freistaat zu binden.

16.04.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Hierzu sei es wichtig, die Kontakte und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft deutlich zu verstärken. Ministerin Dr. Stange verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Bologna-Prozess mit seinem veränderten Blickwinkel diese Zusammenarbeit vor neue Herausforderungen stelle. Mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge, dem "weg vom Lehrenden", der seinen Stoff vermittelt, "hin zum Studierenden", der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen erwerben soll, sollen Absolventen schneller im Berufsleben Fuß fassen können. Gleichermaßen müssen die Unternehmen erkennen, welche Qualifikationen BA- und MA-Abschlüsse vermitteln.

"Die ersten Erfahrungen von Absolventen mit Bachelor- und Masterabschlüssen lassen jedoch Klärungs- und Handlungsbedarf zur Optimierung der Studienangebote erkennen", so die Ministerin. Hier ginge es beispielweise um die Frage, ob und wie die Praxisphasen während des Studiums ausgeweitet werden könnten, ohne zugleich die Ansprüche an wissenschaftliches Arbeiten zu opfern. Da es bisher nicht möglich sei, fundierte Aussagen über die berufliche Entwicklung und den Verbleib von Bachelor-Master-Absolventen zu machen, habe sie eine landesweite Absolventenstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse 2009 vorliegen würden.


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