Wissenschaftsministerin will mehr Jungen und Mädchen

"Sachsen braucht mehr Mädchen und Jungen die Abitur machen und dann tatsächlich auch den Weg zum Studium finden", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, aus Anlass des morgen in Sachsen beginnenden neuen Schuljahres.

24.08.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

In Sachsen hatten 2007 weniger als 40 Prozent der Jugendlichen im Alter von 17 bis 20 Jahren eine Studienberechtigung erworben. Damit liege der Freistaat unter dem Bundesdurchschnitt von 42 Prozent. Angesichts des drohenden Mangels an gut ausgebildeten und hoch qualifizierten Fachkräften sei es darüber hinaus notwendig, dass mindestens 80 Prozent der Studienberechtigten dann auch tatsächlich studierten. Diese Übergangsquote liege derzeit nur bei 72 Prozent. (Quelle: Hochschulbericht 2007/ Technische Universität Dresden/ Kompetenzzentrum für Bildungs- und Hochschulplanung der TU Dresden/ Prof. Karl Lenz)

"Sachsen kann es sich nicht leisten", so die Ministerin auch nur einen einzigen Studierwilligen aus finanziellen Gründen zu verlieren. Das werde nur gelingen, wenn der Freistaat auch weiterhin auf Studiengebühren verzichte. Die Erhöhung der Ausbildungsförderung (BaföG) zum 1. August sei bereits ein wichtiger und richtiger Schritt in diese Richtung gewesen.

Darüber hinaus sei es wichtig, die sächsischen Schülerinnen und Schüler über die Vorteile und Möglichkeiten eines Studiums in Sachsen umfassend zu informieren. Ministerin Dr. Stange wolle daher im September - mit Start der Werbekampagne für den Hochschulstandort Sachsen - allen sächsischen Gymnasien ein Infopaket zuschicken.

In Sachsen werden bis 2020 zusätzlich zum altersbedingten Ersatzbedarf rund 25 000 Akademiker vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauingenieurwesen benötigt. (Quelle: Sächsischer Hochschulbericht 2006; Technische Universität Dresden, Prof. Karl Lenz)

Im Freistaat hatten im Jahr 2007 insgesamt 19878 Schulabgänger mit allgemeiner oder Fachhochschulreife die Schule verlassen. Das waren 4,2 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Bis 2012 wird die Zahl der Schulabgänger mit allgemeiner oder Fachhochschulreife auf 11 500 sinken. Danach erfolgt bis 2019 ein Anstieg auf etwa 15 000 Studienberechtigte. (Quelle: KMK Bericht)


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