Wissenschaftsministerin zieht positive Bilanz der sächsischen Hochschulvereinbarung - Weiterführung nach 2010 geplant
"Sachsens Hochschulvereinbarung hat sich bewährt. Sachsen ist auf einem guten Weg, den vereinbarten Umbau der Hochschullandschaft erfolgreich fortzuführen und das Profil der Hochschulen weiter zu schärfen", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, heute in Dresden. Die Ministerin hatte dem Sächsischen Kabinett zuvor über die Umsetzung der 2003 mit den sächsischen Hochschulen geschlossenen sogenannten Hochschulvereinbarung berichtet. Die Vereinbarung gilt bis 2010.
04.11.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus"Die Hochschulvereinbarung will die staatlichen Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen im Wettbewerb stärken, indem sie ihnen Planungssicherheit und mehr Flexibilität im Haushaltsvollzug zusichert", so die Ministerin. Im Gegenzug hätten sich die Hochschulen verpflichtet, ihr individuelles Profil zu schärfen, Studiengänge an einem Hochschulstandort zu konzentrieren und - als Reaktion auf die demografische Entwicklung - Stellen abzubauen (300 Stellen seit 2005). "Der Freistaat Sachsen und die Hochschulen haben ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung erfüllt", so Ministerin Dr. Stange. Darüber hinaus habe sich die Einführung von Leistungsparametern als Anreize für die Hochschulen bewährt. Mit der Hochschulvereinbarung war ein Mittelverteilungsmodell etabliert worden, das erweiterte Leistungskomponenten enthalte. Danach seien 2005/06 ungefähr 7 Millionen Euro nach Leistungskriterien verteilt worden (2007/08 12,6 Millionen Euro). In den kommenden Jahren werden es mehr als 17,5 Millionen Euro sein.
Im kommenden Jahr werde das SMWK mit den Hochschulen in Verhandlungen über eine neue Hochschulvereinbarung nach 2010 treten. "Dabei wird es auch darum gehen, wie der Freistaat und seine Hochschulen künftig mit den Folgen der demografischen Entwicklung umgehen", sagte Dr. Stange. Sie halte es für falsch, auf den demografisch bedingten Rückgang von sächsischen Abiturienten mit einem Abbau der Studienangebote oder sogar der Studienstandorte durch Personalabbau und die Schließung von Hochschulen zu reagieren. Sachsen brauche in Zukunft noch mehr hochqualifiziertes Personal für die weitere Entwicklung des Hochtechnologiestandorts. Der Freistaat sei also gut beraten, mit seiner Hochschulentwicklungsplanung der Demografie bedingten Entwicklung entgegenzutreten.
"Das Absinken der Zahl der Landeskinder darf keinen automatischen Rückbau der Hochschulen nach sich ziehen. Stattdessen sollte die (demografische) Chance zur Verbesserung der Studienbedingungen genutzt werden, um als Hochschulstandort bei einer bundesweit stark ansteigenden Nachfrage nach Studienplätzen attraktiv zu sein. Eine neue Hochschulvereinbarung nach 2010 muss neben einer weiteren Stärkung der Autonomie der Hochschulen vor allem die Qualität der Studienangebote in den Mittelpunkt rücken", so Ministerin Stange.
Die Hochschulvereinbarung war 2007 von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH evaluiert worden. Den kompletten Bericht finden Sie unter www.smwk.sachsen.de.
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