Zöllner zum BAföG-Jubiläum: "Ohne ein gut ausgebautes und finanziertes BAföG kann ein gerechtes Bildungssystem nicht funktionieren"
Anlässlich des 40. Jahrestages der Einführung des BAföG am 1. September 1971 erklärt Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner: "Ohne ein gut ausgebautes und finanziertes BAföG kann ein gerechtes Bildungssystem nicht funktionieren." Er betonte den grundlegenden Systemwechsel, der von der damaligen SPD-geführten Bundesregierung eingeläutet worden war. "Die finanzielle Förderung von Schülerinnen und Schülern sowie von Studierenden hat maßgeblich zu einer höheren Bildungsbeteiligung in Deutschland beigetragen. Man kann sagen: Das BAföG hat Generationen von Menschen in Deutschland enorme Bildungschancen eröffnet."
31.08.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungAngesichts der wechselhaften Geschichte des BAföG, das sich in den vier Jahrzehnten in seiner grundlegenden Struktur (Darlehensanteil, Förderung des Auslandsaufenthaltes) immer wieder gewandelt hat, begrüßte Senator Zöllner, dass die Idee einer individuellen Bildungsförderung inzwischen parteiübergreifend unumstritten sei. Der individuelle Rechtsanspruch auf eine finanzielle Unterstützung unterscheide das BAföG fundamental von anderen Finanzierungswegen wie etwa dem neu eingeführten Deutschlandstipendium. "Mir erscheinen die "Deutschland-Stipendien" in ihrer Förderwirkung etwas unscharf, da sie womöglich Leute erreichen, denen es bestimmt nicht an Geld mangelt."
Zöllner wiederholte in diesem Zusammenhang erneut die Notwendigkeit, das BAföG auskömmlich zu finanzieren.
In Berlin erhalten 13 Prozent der Studierenden BAföG – damit steht dieses Instrument nach der Förderung durch die Eltern oder der eigenen Erwerbstätigkeit an dritter Stelle, weit vor anderen Stipendiensystemen, die in Berlin - laut Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes - lediglich 4 Prozent der Studierenden zu Gute kommen.
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