4,3 Milliarden Euro zur Förderung von Lernmobilitäten im Ausland
Die EU-Kommission wird im kommenden Jahr grenzüberschreitende Erfahrungen von Schülern, Studierenden, Auszubildenden sowie Lehrkräften im Rahmen von ERASMUS+ mit 4,3 Milliarden Euro fördern. Vorschläge für Projekte können nun eingereicht werden.
04.12.2023 Bundesweit Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und HandelskammertagAm 28. November veröffentlichte die Europäische Kommission die Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen für 2024 im Rahmen von Erasmus+, dem EU-Programm zur Förderung von Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport in Europa. 4,3 Milliarden stehen demnach 2024 für transnationale Erfahrungen von Schülern und Studierenden in der Hochschulbildung und Berufsbildung zu Verfügung. Das Programm bietet auch Möglichkeiten für grenzüberschreitende Lernmobilitäten für erwachsene Lernende, Pädagoginnen und Pädagogen und Mitarbeitende sowie junge Menschen in nicht formalen Lernprogrammen. Für die von der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim BIBB in Deutschland betreuten Aktionen stehen in der Berufsbildung mindestens 96,5 Millionen, in der Erwachsenenbildung mindestens 25,2 Millionen Euro zur Verfügung.
Um den Auswirkungen der Inflation entgegenzutreten und eine breite Beteiligung an Erasmus+ zu ermöglichen, werden die meisten individuellen Zuschussbeträge 2024 um 5,9 Prozent angepasst. Im Jahr 2023 erfolgte schon eine Anpassung um 12,27 Prozent. Nachhaltiges Reisen im Rahmen von Erasmus+-Lernmobilitäten soll 2024 besonders gefördert werden.
Im Rahmen dieser Erasmus+-Aufforderung zur Einreichung von Projektanträgen kann jede öffentliche oder private Einrichtung, die in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport tätig ist, eine Finanzierung entweder über die nationalen Erasmus+-Agenturen oder über die Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) beantragen.
Für die gesamte Förderperiode 2021 bis 2027 beläuft sich das Budget für Erasmus+ auf 26,2 Milliarden Euro. Seit 1987 haben 14 Millionen Menschen durch die Teilnahme an verschiedenen Erasmus+-Aktivitäten profitiert und dadurch die kulturelle Vielfalt der EU hautnah erlebt. Das Programm erweitert seine Reichweite kontinuierlich, um mehr Bürger einzubeziehen.
Die Kommission bereitet derzeit die Halbzeitevaluierung des laufenden Programms (2021–2027) und die Abschlussbewertung des Vorgängerprogramms (2014–2020) vor. Dazu gibt es aktuell eine öffentliche Konsultation, um die Meinungen von Bürgerinnen und Bürgern und Organisationen zu Erasmus+ einzuholen. An der Konsultation kann man sich noch bis zum 8. Dezember beteiligen.
- Warum Studierende internationale Erfahrungen sammeln
- Studie: Karrierewege internationaler Forschender in Deutschland
- Europäische Zusammenarbeit in Forschung und Innovation verbessern
Keine Kommentare vorhanden