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U-Multirank: Kooperation von Hochschulen zahlt sich aus

Ein Vergleich von nahezu 2.000 Hochschulen aus 95 Ländern zeigt, dass vielfältige Koopera­tionen trotz globaler Einschrän­kungen durch Covid-19 nach wie vor eine große Rolle spielen. In der achten Ausgabe zeigt U-Multirank, dass Hochschulen, die lokal, überregional oder über Grenzen hinweg kooperieren, besser abschneiden als weniger vernetzte Hochschulen.

21.09.2021 Bundesweit Pressemeldung CHE Centrum für Hochschulentwicklung
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Der neue Kooperations-Index im globalen Ranking U-Multirank lässt zwei zentrale Trends erkennen:

  1. Kooperation zahlt sich aus: Hochschulen, die sowohl regional als auch international - intensiver mit anderen Hochschulen, Wirtschaft und Industrie sowie öffentlichen Partnern kooperieren –, zeigen in vielen Bereichen bessere Leistungen als weniger vernetzte Hochschulen.
  2. Europäische Hochschulen sind insgesamt stärker in Kooperationen eingebunden als Hochschulen in anderen Regionen der Welt, insbesondere in den Bereichen Studium & Lehre, Forschung, Wissenstransfer und Internationalisierung.

Von den deutschen Hochschulen schneiden die Universität Heidelberg, die LMU München, die Freie Universität Berlin, die Munich Business School und die International School of Management (ISM) im Kooperationsindex am besten ab.

Die differenzierten Daten von U-Multirank zeigen die positiven Effekte von Kooperation in unterschiedlichen Leistungsdimensionen. So sind die Top Hochschulen im U-Multirank Kooperations-Index erfolgreicher darin, ihren (Master-) Absolventen einen Abschluss innerhalb der Regelstudienzeit zu ermöglichen (82% aller Absolventen im Vergleich zu 72 % an allen Hochschulen). An den Hochschulen mit den höchsten Kooperationswerten gründen Absolventen häufiger Firmen (32 pro 1.000 Absolventen im Vergleich zu 17 an allen Hochschulen). Und die Zahl der Publikationen ist größenbereinigt nahezu doppelt so hoch.

Keine Hochschule rangiert bei allen sieben Indikatoren, die dem Kooperationsindex zugrunde liegen, unter den Top 100. Vielmehr zeigt sich eine Vielfalt an Profilen der Zusammenarbeit.  Sie sind Ausdruck der strategischen Orientierung der Hochschulen: „Die neuen Ergebnisse von U-Multirank zeigen, dass Kooperationen die Hochschulen nach vorne bringen. Wenn sie mit anderen Hochschulen oder anderen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellsaft zusammenarbeiten, schneiden die stärker vernetzten Hochschulen bei vielen Leistungsindikatoren besser ab“, sagen Professor Frans van Vught und Professor Frank Ziegele, die beiden U-Multirank Leiter.

Zur Messung der Intensität der Kooperationen hat U-Multirank einen neuen „Kooperationsindex“ erstellt, der sieben Aspekte von Kooperationen erfasst: strategische Partnerschaften der Hochschulen, internationale Joint Degree Studiengänge, Praktika der Studierenden, internationale Co-Publikationen, gemeinsame Publikationen mit Wirtschaft und privaten Partnern, gemeinsame Publikationen mit Autoren aus der Region und gemeinsame Patente mit Wirtschaft und Industrie.  
Hochschulen in der EU schneiden in diesen Dimensionen insgesamt besser ab als Hochschulen aus anderen Regionen. Sie haben zum Beispiel fast viermal so viele internationale Joint Degree Studiengänge und sind aktiver im Studierendenaustausch ins Ausland und aus dem Ausland.

Über das gesamte Spektrum der Indikatoren betrachtet schneiden die deutschen Hochschulen im weltweiten Vergleich besonders gut in den Dimensionen „Internationalisierung“ und „Forschung“ ab. Unterdurchschnittlich sind die Bewertungen in der Dimension „Studium und Lehre“.

Deutsche Hochschulen sehr gut in Forschung und Internationalisierung

© U-Multirank

Die neue Ausgabe von U-Multirank zeichnet anhand von mehr als 30 Indikatoren aus den Bereichen Studium und Lehre, Forschung, Wissenstransfer, internationale Ausrichtung und regionales Engagement ein umfassendes multi-dimensionales Bild der Leistungen der Hochschulen. Damit können Studierende vor dem Hintergrund ihrer eigenen Präferenzen und Prioritäten interaktiv eine fundierte Hochschulwahl treffen. Den Hochschulen bietet U-Multirank auf empirischer Grundlage, eine differenzierte Darstellung ihrer Stärken und Schwächen, die es ihnen ermöglicht, im Vergleich mit ähnlichen Hochschulen ihre Strategien weiterzuentwickeln.

Die Ergebnisse sind auf der interaktiven Webseite kostenfrei und ohne Registrierung zugänglich. Zur Illustrierung des Kooperations-Index gibt es eine Karte der 150 am stärksten kooperierenden Hochschulen.


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