Jubiläum

100 Jahre Förderung freier Forschung und Wissenschaft

„Unser Land ist arm an Rohstoffen, aber reich an Ideen, und in der Wissenschaft liegt unsere Zukunft", so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Videobotschaft auf der gemeinsamen Festveranstaltung von DFG und Stifterverband anlässlich des 100. Gründungsjubiläums ihrer Vorgängerorganisationen.

07.07.2021 Bundesweit Pressemeldung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • © 2016 Likoper/Shutterstock

"Vom Klimawandel über die Digitalisierung bis zu gesellschaftlichen und philosophischen Fragen: Wir werden den Weg in die Zukunft nicht im Dunkeln finden, wir brauchen das Licht der Wissenschaft. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Stifterverband sind starke Stützen unserer Wissenschaft“, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Zusammen mit dem Bundespräsidenten, der auch Schirmherr des Stifterverbandes ist, schauen beim heutigen großen Jubiläumsfestakt der Stifterverband und die DFG mit Wegbegleitern und Unterstützern sowie weiteren hochrangigen Persönlichkeiten auf ihre gemeinsamen Anfänge zurück und nehmen die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft in den Blick.

DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker hebt aus diesem Anlass hervor: „Wie wichtig eine freie und nur von der Neugier auf Erkenntnis getriebene Forschung und ihre Förderung sind, sehen wir aktuell in der Coronavirus-Pandemie deutlicher denn je. Doch auch in der Vergangenheit hat sich der Wert unabhängiger Wissenschaft als Wissensspeicher für die Bewältigung großer Herausforderungen immer wieder gezeigt. Diese Erfolgsgeschichte begann in Deutschland vor 100 Jahren, als sich ausgerechnet in der schwierigen Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs der Gemeinsinn von Wissenschaft und Wirtschaft auf besondere Weise entfaltete und die Vorgängerorganisationen von DFG und Stifterverband entstanden. Dass wir auch ein Jahrhundert später eng verbunden sind und gemeinsam für unsere Gesellschaft und deren Zukunft wirken und dass wir dies heute gemeinsam und in diesem Rahmen feiern können, freut mich außerordentlich.“

DFG und Stifterverband nehmen die Gäste aus Politik und Wissenschaft, aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit auf eine spannende Reise durch ihre Geschichte: von den ersten Grönland-Expeditionen in den 1920er-Jahren bis zu den heutigen Innovation Labs und dem Potenzial der künstlichen Intelligenz. Für eine zukunftsfähige und lebenswerte Gesellschaft werden die beiden Organisationen gemeinsam auch in Zukunft die radikalen Umbrüche in Ökonomie, Technologie und Gesellschaft begleiten und mitgestalten.

Professor Dr. Dr. Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes, resümiert zum Jubiläumsfestakt: „Wissen, Wachstum und Wohlstand unserer Gesellschaft entstehen im fruchtbaren Mitein­ander von Wissenschaft und Wirtschaft. Dafür übernehmen die DFG und der Stifterverband seit 100 Jahren gemeinsame Verantwortung – heute zunehmend auch im Schulterschluss mit Politik und Zivilgesellschaft. Denn die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur mit allen Kräften gemeinsam erfolgreich meistern, seien es der Klimawandel, Themen der Gesundheit, Nachhaltigkeit oder Mobilität. Der Stifterverband versteht sich dabei als Brückenbauer, der die verschiedenen Teile der Gesellschaft zum Dialog zusammenbringt und Impulse für vernetztes Vorangehen setzt. Und so bleiben die DFG für die Wissenschaft und der Stifterverband für die Wirtschaft bedeutsam, um die wichtigen Aufgaben unserer jeweiligen Zeit zu lösen – vor 100 Jahren genauso wie heute.“

Der große Jubiläumsfestakt war ursprünglich für Juli 2020 geplant und musste pandemiebedingt verschoben werden. Im Rahmen des heutigen hybriden Festaktes wird auch der Communicator-Preis 2021 verliehen, die wichtigste Würdigung im Bereich der Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Mit dem Preis zeichnen DFG und Stifterverband seit mehr als 20 Jahren Forscherinnen und Forscher aus, die sich um den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit besonders verdient gemacht haben. Diesjähriger Preisträger ist der Mathematiker Professor Dr. Jürgen Richter-Gebert von der Technischen Universität München.


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