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Wartezeiten für internationale Studierende

Die Zahl der Studierenden, die außerhalb ihres Heimatlandes studieren, steigt. Insgesamt studierten laut UNESCO 2016 rund 5,1 Millionen Studierende außerhalb ihres Heimatlandes. Damit ist die Zahl in den vergangenen zehn Jahren um 2,2 Millionen gestiegen.

14.01.2020 Bundesweit Pressemeldung Deutscher Bundestag
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Allein in Deutschland studierten 2016 rund 252.000 internationale Studenten. 2015 waren es laut dem Deutschen Akademischen Austauschdienst noch 236.000. Das wird aus der Antwort der Bundesregierung (19/15956) auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (19/15306) deutlich. Rechnet man sogenannte Bildungsinländer, also die Studierenden hinzu, die ihr Abitur in Deutschland gemacht haben, waren den Angaben zufolge im Jahr 2018 insgesamt knapp 375.000 Ausländerinnen und Ausländer an deutschen Hochschulen eingeschrieben.

Die Bundesregierung betont, dass Deutschland mittlerweile Frankreich als beliebtestes nichtenglischsprachiges Gastland für internationale Studierende abgelöst habe. Damit sei das Land nach den USA, Großbritannien und Australien zum viertwichtigsten Zielland weltweit aufgestiegen.

Die Grünen hatten in ihrer Kleinen Anfrage unter anderem auf die Studie des Stifterverbandes "Ausgebremst statt durchgestartet - Herausforderungen für ausländische Studierende jenseits von Kultur- und Bildungsfragen" hingewiesen, nach der internationale Studierende wegen verzögerter Versendung der Hochschulzulassungen und langer Visawartezeiten oft verspätet starten würden. Laut Untersuchung könnten 38 Prozent der Studierenden aus Nicht-EU-Ländern erst nach Semesterbeginn einreisen, 18 Prozent davon kämen sogar mehr als zwei Wochen später nach Deutschland, führten die Grünen in ihrer Anfrage aus.

Die Bundesregierung verweist in der Antwort auf Angaben des Auswärtigen Amtes, nach denen man für einen Termin für ein Studien- oder Forschungsvisum in der deutschen Botschaft in Marokko 43 Wochen, in Nigeria 36 Wochen und in Kirgisistan 25 Wochen warten muss. Die Bundesregierung betont, dass schon jetzt die Kapazitäten mehrerer Visastellen erweitert worden seien. Ziel sei es, die Wartezeiten so kurz zu halten, dass die Einreise nach Deutschland vor Semesterbeginn erfolgen kann. (hib/ROL)

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