(red/idw) In Griechenland protestieren fast jeden Tag tausende Menschen gegen ihre Regierung. Oft sind es Jugendliche, die keine Perspektive für die Zukunft sehen. Ähnlich sieht es in Portugal aus. In Spanien campieren tagelang tausende junge Menschen auf einem zentralen Platz, um auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen. Fast die Hälfte von ihnen ist arbeitslos trotz sehr guter Ausbildung. "In vielen europäischen Staaten fühlt sich die Jugend von der Politik ausgegrenzt und nicht mehr repräsentiert", sagt Prof. Dr. Klaus Dörre von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. "Wenn es nicht gelingt, solche Proteste in demokratische Prozesse einzuhegen, kann eine Eigendynamik entstehen, die in den Extremismus führt." Das habe die Vergangenheit bewiesen.
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15.06.2011
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