160.000 Computer in baden-württembergischen Schulen

Nach einer aktuellen Erhebung des Kultusministeriums gibt es in den Schulen im Land derzeit insgesamt 160.000 Computer. Das ist ein Zuwachs von 9,1 Prozent im Vergleich zum Schuljahr 2004/05. "Der Computer hat die Informatik-Nische verlassen. Als vielseitiges Lern- und Unterrichtsmittel wird er heute auch in Fächern wie Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften eingesetzt", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL am Freitag (1. September) in Stuttgart. Er bewertete die "erfreuliche Entwicklung" als Erfolg der Landesregierung. Im Rahmen der "Medienoffensive Schule" seien seit 1996 insgesamt 60 Millionen Euro in die Computer-, Medien- und Netzwerkausstattung der Schulen sowie die Lehreraus- und -fortbildung geflossen.

01.09.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Statistisch gesehen kann heute jede Schule im Land auf 54 Unterrichtsrechner zurückgreifen. Vor zehn Jahren – zum Zeitpunkt der ersten Umfrage – waren es im Durchschnitt lediglich 19 Computer. Die Gesamtzahl der Rechner lag damals an Baden-Württembergs Schulen bei 46.500 Geräten. Entsprechend positiv hat sich über diesen Zeitraum hinweg auch die Schüler-Computer-Relation entwickelt. Kamen 1996 im Südwesten noch 20 Schüler auf einen Computer, so sind es heute acht. Dass der Computer tatsächlich im Unterrichtsalltag angekommen ist, wird Kultusminister Rau zufolge an der ebenfalls gestiegenen Zahl derjenigen Rechner erkennbar, die außerhalb der speziellen Computerräume zum Einsatz kommen – das waren im Schuljahr 2005/06 insgesamt 67.900 Geräte, ein Zuwachs von über zehn Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Schuljahr.

Das Land habe frühzeitig erkannt, welche Vorteile Computer für die Arbeit an den Schulen mit sich bringen, betonte Rau. "Computer fördern das selbstständige Lernen, eröffnen neue Zugänge zu Bildungsinhalten und tragen insgesamt zu größeren Gestaltungsmöglichkeiten im Unterricht bei." Die neuen Bildungspläne würden den Einsatz des Computers in den weiterführenden allgemein bildenden Schulen verpflichtend vorsehen. Als Beispiel nannte der Minister die naturwissenschaftlichen Fächer, in denen Computersimulationen sowie die rechnergestützte Erhebung und Auswertung projektbezogener Daten vorgesehen seien.

Zu einer guten Computerausstattung der Schulen gehört nach den Worten Raus auch die technische und pädagogische Unterstützung der Lehrkräfte. Eine telefonische Hotline gibt Hilfestellung bei der Wartung und Betreuung pädagogischer Schulnetze und bietet im Falle von Störungen schnelle Hilfe an. Bei Fragen zur Einführung pädagogischer Computernetze und der Erstellung eines "Medienentwicklungsplans" werden die Schulen vom Landesmedienzentrum oder den Stadt- und Kreismedienzentren beraten.


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