Bremen

3.000 Menschen demonstrieren für höheren Bildungshaushalt

3.000 Eltern, Pädagogen und Schüler haben heute für die Erhöhung des Bildungshaushaltes um 20 Mio. € und gegen die geplanten Stellenstreichungen an den Schulen demonstriert. Aufgerufen hatte das Bremer Bündnis für Bildung zu einem politischen Wandertag mit gemeinsamer Protestkundgebung um 12 Uhr.

12.12.2012 Pressemeldung GEW Bremen

Andrea Spude vom ZentralElternBeirat mahnte eine Gesamtverantwortung für die Bildung an: "Die Bildung unserer Kinder ist wichtig für ihre persönliche Zukunft und die gesamte Zukunft unserer Gesellschaft. Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit dürfen deshalb nicht weiter unter Finanzierungsvorbehalt gestellt werden! Der Bildungshaushalt muss dringend erhöht werden!"

Marc Castendiek von der Gesamtschüler*innenVertretung unterstrich die Interessen der Schüler: "Wir Schülerinnen und Schüler erleben Schule oft als Stress. Für Teilhabe am sozialen Leben bleibt da so gut wie keine Zeit mehr. Anstatt zumindest unseren Prüfungsstress zu senken, wird weiter gekürzt. Schüler und Lehrer werden ausgepresst, soweit es irgendwie geht. Gegen diese Art von Politik wehren wir uns! Schülerinnen und Schüler dürfen nicht als Kostenfaktor gesehen werden!"

Für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft protestierte Petra Lichtenberg: "Wir brauchen eine vernünftige Ausstattung der Schulen mit Personal, Räumen und Lernmaterial. Die jetzigen Bedingungen verhindern, dass notwendige Bildungsreformen durchgeführt und wir Pädagoginnen und Pädagogen unseren Aufgaben gerecht werden können. So werden viele Beschäftigte krank. " Weiter führte sie aus: "Das Bundesland Bremen hat bundesweit die höchste Kinderarmut. Schülerinnen und Schülern werden Lebens-Chancen verweigert, wenn die Einhaltung der Schuldenbremse Vorrang vor guter Bildung bekommt. Auch wenn es Herrn Böhrnsen und seiner Koalition missfallen: Wir werden im nächsten Jahr weiter protestieren, bis unsere Landesregierung ihrer Verantwortung nachkommt: Das notwendige Geld muss zur Verfügung gestellt werden! Wir brauchen nicht weniger sondern mehr Pädagoginnen und Pädagogen an den Schulen!"

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GEW Bremen

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