3.400 Lehrerstellen für Schulentwicklung und Qualitätsverbesserung bis 2010
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert in einem Stufenplan zusätzlich 3.400 Lehrerstellen für die Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht in NRW. Davon sollen in einem ersten Schritt im Landeshaushalt 2008 1.000 Stellen bereit gestellt werden. Mit Blick auf die zu erwartenden Ergebnisse der Schulstudien IGLU (27.11.) und PISA (4.12.) geht die GEW davon aus, dass die bisherigen Anstrengungen in NRW zur Verbesserung der Schülerleistungen bei Weitem nicht ausreichen und deshalb zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.
21.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-WestfalenGEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber erklärte heute in Essen: "Es reicht nicht aus, nur 200 Lehrerstellen weniger zu streichen, als im Haushaltsentwurf bislang vorgesehen. Die GEW fordert, jetzt eindeutig auf bessere Schule, guten Unterricht und mehr Zeit für Schülerinnen und Schüler zu setzen."
In einem Stufenplan bis zum Ende der Legislaturperiode - so die Forderung der GEW nach der Auswertung der Zwischenbilanz zum Bochumer Memorandum - muss die Zahl der Sitzenbleiber annähernd halbiert werden. Wenn alle 6.800 Schulen in NRW künftig eigenverantwortlich arbeiten, sollen sie genügend Zeit für die Weiterentwicklung ihres Schulprofis haben und dafür eine halbe Lehrerstelle an zusätzlichen Personalressourcen vom Land erhalten. Dies schafft nach Auffassung der GEW auch Möglichkeiten zur Selbstevaluation und Entwicklung einer feed-back-Kultur für den Unterricht, wie die Debatte um "spickmich.de" gezeigt hat.
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