Nordrhein-Westfalen

86 neue Schulen des längeren gemeinsamen Lernens beantragt

Das Interesse der Kommunen an der Errichtung einer neuen Schule des längeren gemeinsamen Lernens ist auch in diesem Schuljahr weiterhin groß. Bisher (Stand 2. Januar 2013) haben 58 Schulträger Anträge auf Errichtung von insgesamt 53 Sekundarschulen zum kommenden Schuljahr gestellt, und 37 Schulträger haben die Errichtung von 33 neuen Gesamtschulen beantragt.

03.01.2013 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Anträge werden derzeit von den Bezirksregierungen geprüft. Über die Genehmigungen der Sekundarschulen wird das Schulministerium bis zum Beginn des Anmeldeverfahrens im Februar entscheiden. Für die Genehmigung der Gesamtschulen sind allein die Bezirksregierungen zuständig.

Ob die beantragten Schulen dann tatsächlich zum kommenden Schuljahr starten können, hängt vom Ergebnis des Anmeldeverfahrens ab. Für eine dreizügige Sekundarschule sind mindestens 75 Anmeldungen, für eine vierzügige Gesamtschule mindestens 100 Anmeldungen erforderlich.

Schulministerin Sylvia Löhrmann erklärte zu den vorliegenden Anträgen: "Die Kommunen in NRW nutzen die neuen Möglichkeiten des Schulgesetzes, zu einem nennenswerten Teil sogar in interkommunaler Zusammenarbeit. Die hohe Zahl der Anträge zeigt: Der Schulkonsens von SPD, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wirkt nachhaltig. Immer mehr Eltern und Schulträger entscheiden sich für Schulformen des längeren gemeinsamen Lernens. Sekundarschulen und Gesamtschulen halten Bildungswege länger offen und bieten den Kommunen die Möglichkeit, bei zurückgehenden Schülerzahlen ein umfassendes und wohnortnahes weiterführendes Schulangebot zu erhalten. Die Dynamik in der Schulentwicklung in NRW ist beeindruckend."

Durch den Schulkonsens vom 19. Juli 2011 wurde es den Kommunen im vergangenen Jahr erstmals ermöglicht, Sekundarschulen als weitere Regelschulform des längeren gemeinsamen Lernens zu errichten, wenn dies von den Eltern vor Ort gewünscht wird. Landesweit gibt es bereits 42 Sekundarschulen und 20 neue Gesamtschulen, die zum Beginn des Schuljahres 2012/13 den Unterricht in den 5. Klassen aufgenommen haben.

Folgende Kommunen und private Träger haben zum Schuljahr 2013/14 die Errichtung einer Sekundarschule beantragt:

  • Regierungsbezirk Arnsberg (11 Kommunen, 10 Schulen) Arnsberg (2), Balve, Ennepetal, Erndtebrück/Bad Laasphe, Geseke, Lünen, Meinerzhagen, Olpe/Drolshagen, Schwerte
  • Regierungsbezirk Detmold (9 Kommunen, 4 private Träger, 12 Schulen) Bad Wünnenberg, Bielefeld, Espelkamp, Horn-Bad Meinberg, Lage, Lügde, Petershagen, Preußisch Oldendorf, Steinhagen, Varenholz, Versmold, Warburg/Borgentreich
  • Regierungsbezirk Düsseldorf (12 Kommunen, 11 Schulen) Düsseldorf, Grefrath, Hilden, Korschenbroich, Mettmann, Neuss, Remscheid, Solingen, Straelen/Wachtendonk, Tönisvorst, Wülfrath
  • Regierungsbezirk Köln (12 Kommunen, 9 Schulen) Heinsberg, Mechernich/Kall, Monschau/Simmerath/Hürtgenwald, Pulheim, Rösrath, Stolberg, Swisttal, Waldfeucht, Wiehl
  • Regierungsbezirk Münster (10 Kommunen, 11 Schulen) Beckum, Castrop-Rauxel (2), Legden/Rosendahl, Reken, Rheine (2), Telgte, Velen, Vreden, Wadersloh

Sieben der Anträge wurden im Rahmen eines regionalen Zusammenschlusses von mehreren Kommunen gestellt.

Folgende Kommunen und private Träger haben zum Schuljahr 2013/14 die Errichtung einer Gesamtschule beantragt:

  • Regierungsbezirk Arnsberg (2 Kommunen, 1 privater Träger, 3 Schulen) Bad Sassendorf*, Freudenberg, Wenden
  • Regierungsbezirk Detmold (7 Kommunen, 6 Schulen) Bad Driburg/Altenbeken, Bad Lippspringe, Brakel, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl
  • Regierungsbezirk Düsseldorf (9 Kommunen, 8 Schulen) Grevenbroich, Hamminkeln, Kaarst, Krefeld, Langenfeld, Solingen, Wuppertal, Xanten/Sonsbeck
  • Regierungsbezirk Köln (10 Kommunen, 8 Schulen) Aldenhoven/Linnich, Bergisch-Gladbach, Blankenheim/Nettersheim, Hennef, Königswinter, Neunkirchen-Seelscheid, Siegburg, Würselen
  • Regierungsbezirk Münster (8 Kommunen, 8 Schulen) Ahaus, Bocholt, Borken, Emsdetten, Gescher, Hörstel, Oelde, Rhede

Vier der Anträge wurden im Rahmen eines regionalen Zusammenschlusses von mehreren Kommunen gestellt.

*privater Träger


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