Niedersachsen

Absenkung der Klassenfrequenzen unzureichend

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR bewertet die von der Landesregierung angekündigte Absenkung der Klassenfrequenzen als eine unzureichende Maßnahme.

29.05.2012 Pressemeldung Verband Reale Bildung

"Wir fordern eine Gleichbehandlung für alle, insbesondere für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in Realschulen",so Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender. "In Realschulen müssen sich weiterhin bis zu 32 Schülerinnen und Schüler auf qualifizierte Abschlüsse vorbereiten. Erst wenn sie nach dem Wechsel ins Gymnasium die 10. Klasse dort wiederholen müssen, kommen sie nach neuer Erlasslage in den Genuss kleiner Klassen. Das ist nicht gerecht. Sie müssen bereits vor dem Wechsel ins Gymnasium gute Rahmenbedingungen in der 10. Realschulklasse haben, um sich für das Gymnasium zu qualifizieren, nicht erst danach."

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte fordert grundsätzlich spürbar kleinere Klassen für alle Schülerinnen und Schüler, nicht nur für Gymnasien und Grundschulen. So wird im neuen Schuljahr die Klassenhöchstgrenze in Realschulen von Klasse 7 bis Klasse 10 weiterhin bei 32 liegen, lediglich in den 5. und 6. Klassen wird sie dann bei 30 liegen. "Eine Klassengröße von maximal 26 Schülerinnen und Schüler wäre eine echte Maßnahme zur individuellen Förderung", so Busch abschließend, der durchaus die lobenswerte, aber nur halbherzig und nicht konsequent umgesetzte Absicht der Landesregierung sieht.

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Verband Reale Bildung

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