AD/HS – Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung
Die Aufmerksamkeits - Hyperaktivitätsstörung (AD/HS) ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Etwa zwei bis sechs Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden darunter. Die Tendenz ist steigend. Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität sind charakteristisch für AD/HS. Die Störung beeinflusst vor allem die Wahrnehmung, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Probleme, nicht zuletzt auch im schulischen Bereich, sind vorprogrammiert.
20.06.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer KultusministeriumDas Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) hat in seiner Fortbildungsreihe für Lehrer das Thema AD/HS aufgegriffen. Über 1.000 Lehrer haben an Seminaren unter dem Arbeitstitel "Schüler mit AD/HS – verstehen, fördern, stärken" teilgenommen. Wie hilfreich diese Weiterbildungsmaßnahme im schulischen Alltag bisher gewesen ist, soll eine Auswertungsveranstaltung aufzeigen, sodass weitere Maßnahmen ggf. erforderlich und sinnvoll angepasst werden können. Auch in diesem Jahr findet dazu am Mittwoch, 21. Juni 2006, 17 Uhr im Erfurter Radisson-Hotel eine öffentliche Veranstaltung "AD/HS – Ein Thüringer Gemeinschaftsprojekt" statt. Sie ist eine Plattform zur Verständigung zwischen Eltern, Lehrern und Ärzten. Die Veranstaltung wird von der Landesvertretung der Ersatzkassenverbände in Thüringen ausgerichtet. Partner sind u.a. das ThILLM, das Kultus- und Sozialministerium, die Janssen-Cilag GmbH und das Netzwerk AD/HS Gotha.
Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) hebt die Bedeutung solcher Informationsveranstaltungen hervor: "Für die Lehrerinnen und Lehrer im Freistaat wird es immer wichtiger, Ursachen für das Verhalten ihrer Schüler zu erkennen. Wurden früher AD/HS-Kinder als Zappelphilipp abqualifiziert, wissen wir heute, dass es sich um eine Krankheit handelt. Diesen Kindern kann und muss geholfen werden. Daher müssen wir die Diagnosefähigkeit der Lehrerinnen und Lehrer stärken, damit diese das Verhalten ihrer Schüler richtig einordnen können. Das Wissen hierfür muss vermittelt werden. Deshalb sind solche Informationsveranstaltungen so wichtig."
Michael Domrös, Leiter der Landesvertretung der Ersatzkassenverbände in Thüringen ergänzt: "Auch in diesem Jahr wollen wir mit unserer Veranstaltung wieder dazu beitragen, dass AD/HS-Kinder eine bessere Integration im Alltag erhalten. Dies geht nur, wenn wir die Symptome und Auswirkungen der Krankheit verstehen und lernen damit umzugehen."
AD/HS – Ein Thüringer Gemeinschaftsprojekt
Mittwoch, 21. Juni 2006, 17 Uhr
im Erfurter Radisson-Hotel
Ablauf:
AD/HS – ein gemeinsames Thema für Mediziner und Pädagogen
Prof. Dr. med. Bernhard Blanz
Chefarzt der Kinder und Jugendpsychiatrie, Universität Jena
Schüler mit AD/HS – verstehen. fördern und stärken
Monika Dölz
Staatliches Schulamt Erfurt
Podiumsdiskussion mit
Prof. Dr. med. Bernhard Blanz
Chefarzt der Kinder und Jugendpsychiatrie, Universität Jena
Michael Domrös
Leiter der VdAK/AEV-Landesvertretung Thüringen
Frau Dr. Ellen Lundershausen
2. Vorsitzende des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen
Michael Panse, MdL
CDU-Landtagsfraktion
Dr. Sigrun Bever
Medizinalrätin, Abteilung Gesundheit
Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
Moderation:
Michael Adam
Freier Journalist
Ansprechpartner:
Kerstin Keding
VdAK/AEV-Landesvertretung Thüringen
Lucas-Cranach-Platz 2, 99099 Erfurt
Tel.: 0361 / 4425227
E-Mail:
www.vdak-aev
Dr. Detlef Baer
Thüringer Kultusministerium
Werner-Seelenbinder-Straße 7, 99096 Erfurt
Telefon: 0361 / 3794606
E-Mail:
www.thueringen.de/de/tkm
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